Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Nun wohl, ſo läſtere ich ihn! Er hat mich auch geläſtert, indem er dieſen unwürdigen Plan gefaßt!

Bruder, bedenke, die Seymours ſind mächtig und ſtehen hoch in der Gunſt des Königs.

Ja, in der Gunſt des Königs ſtehen ſie hoch! Allein das Volk kennt ihren ſtolzen, grauſamen und hochmüthigen Sinn, und Volk und Adel verachtet ſie. Die Seymours haben die Stimme des Königs, die Howards die Stimme des ganzen Landes für ſich, und das gilt mehr. Der König kann die Seymours erhöhen, denn ſie ſtehen tief unter ihm! Er kann die Howards nicht erhöhen, denn ſie ſind Seinesgleichen! Er kann ſie nicht einmal erniedrigen! Katharina ſtarb auf dem Schaffot, der König iſt dadurch nur ein Henker geworden, unſer Wappen ward nicht befleckt durch dieſe That!

Das ſind ſehr ſtolze Worte, Henry!

Sie ziemen einem Sohn der Norfolks, Roſabella! Ach, ſeht dieſen kleinen Lord Hertford, Grafen von 1 Seymour. Es gelüſtet ihn für ſeine Schweſter nach einer Herzogskrone. Er will ſie mir zur Gemahlin geben, denn wie lange, und unſer armer Vater ſtirbt, und ich trage ſeine Krone. Hochmüthige Emporkömm⸗ linge! Der Schweſter meine Krone, dem Bruder Deine Krone in das Wappen. Nie, ſage ich, wird das geſchehen!

Die Herzogin war blaß geworden, und ein Zittern durchflog ihre ſtolse Geſtalt. Ihre Augen flammten, und ein zorniges Wort ſchwebte ſchon auf ihrer Lippe, aber ſie hielt es noch zurück, ſie zwang ſich mit Ge⸗ walt zur Ruhe und Beſonnenheit*

Ueberlege es noch einmal, ſcheide noch nicht ſogleich.

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y, ſagte ſie, ent⸗ 4 ſp. ſichſt von unſerer