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Dichter Churchyard als ſein Page Aufnahme ge⸗ funden.*)
Die Liebe, die Künſte und die Wiſſenſchaften mach⸗ ten die Wunden verharrſchen, welche der König ſeinem Ehrgeiz geſchlagen, und jetzt empfand er keinen Groll mehr, jetzt dankte er dem König faſt. Denn ſeiner Zurückberufung allein verdankte er ſein Glück, und Heinrich, welcher ihn kränken wollte, hatte ihm ſein ſüßeſtes Glück gegeben.
„Er lächelte jetzt, wie er daran dachte, daß Hein⸗ rich, welcher ihm den Feldherrnſtab genommen, ihm dafür, ohne es zu wiſſen, ſeine eigene Königin ge⸗ geben, und ihn erhöht hatte, als er ihn demüthigen wollte.
Er lächelte und nahm wieder das Gedicht zur Hand, mit welchem er heute beim Hoffeſte die Ehre und das Lob ſeiner Geliebten, der ſchönen, unbekann⸗ ten, von Niemand geahnten Geraldine, beſingen wollte.
Die Verſe ſind hart, murmelte er, dieſe, Sprache iſt ſo arm! Sie vermag nicht all' dieſe Fülle von Anbetung und Entzücken auszudrücken, welche ich empfinde. Petrarka war darin glücklicher. Seine ſchöne, weiche Sprache klingt wie Muſik und iſt ſchon ganz von ſelbſt die harmoniſche Begleitung ſeiner Liebe. Ach, Petrarka, ich beneide Dich und möchte doch Dir nicht gleichen. Denn Dein Loos war ein trauriges und bitterſüßes. Laura hat Dich nie geliebt, und ſie war Mutter von zwölf Kindern, von denen kein ein⸗ ziges Dir gehörte.
Er lachte im Gefühl ſeines eigenen, ſtolzen Liebes⸗
*) Nott's life of the earl of Surrey.


