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brauſen. Seymour, mir fehlt eine Vertraute meines Glückes und meiner Liebe.
Hüte Dich wohl, eine ſolche ſuchen zu wollen! rief Seymour angſtvoll. Ein Geheimniß, welches Drei wiſſen, iſt keins mehr, und eines Tages würde Deine Vertraute uns verrathen.
Nicht doch, ich kenne eine Frau, welche deſſen nicht fähig wäre, eine Frau, welche mich genugſam liebt, um mein Geheimniß treu, wie ich ſelber, zu bewahren, eine Frau, welche mehr als nur die Vertraute, welche die Beſchützerin unſerer Liebe ſein könnte. Oh glaube mir, wenn wir ſie für uns gewinnen köunten, dann würde unſere Zukunft eine beglückte und geſegnete ſein, und leicht möchte es uns alsdann gelingen, die Zuſtimmung des Königs zu erhalten, um uns zu ver⸗ mählen.
Und wer iſt dieſe Frau?
Es iſt die Königin.
Die Königin? ſchrie Thomas Seymour, mit ſol⸗ chem Ausdruck des Entſetzens, daß Eliſabeth erzitterte, die Königin Deine Vertraute? Aber das iſt unmög⸗ lich! Das hieße uns Beide rettungslos in's Verderben ſtürzen. Unglückliches Kind, hüte Dich wohl, auch nur mit einem Wort, einer Sylbe Deines Verhält⸗ niſſes zu mir zu gedenken, hüte Dich wohl, nur mit der leiſeſten Andeutung ihr zu verrathen, daß Thomas Seymour Dir nicht gleichgültig iſt! Ach, ihr Zorn würde Dich und mich zerſchmettern!
Und warum glaubſt Du das? fragte Eliſabeth finſter. Warum meinſt Du, daß Katharina in Zorn aufbrauſen ſollte, weil der Graf Seymour mich liebt? Oder wie? Iſt ſie es vielleicht, welche Du liebſt,
unnd Du wagſt daher nicht, ihr zu bekennen, daß Du


