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zogin niemals Deine Gemahlin werden ſoll. Schwöre es mir, bei Allem, was Dir heilig iſt!
Ich ſchwöre es Dir bei meiner Liebe! rief Thomas
Seymour feierlich.
Ich werde alſo mindeſtens einen Kummer weniger haben, ſeufzte Eliſabeth. Ich werde nicht nöthig he ben, eiferſüchtig zu ſein. Und nicht wahr, ſagte ſie dann, nicht Haßre wir werden uns oft ſehen? Wir werden Beide treu und heilig das Geheimniß dieſes
Thurmes bewahren, und nach den Tagen voll Ent⸗
beheun und Täuſchung werden wir hier Nächte voll ſeliger Luſt und ſüßen Entzückens feiern. Aber wes⸗ halb lächelſt Du, Seymour?
Ich lächele, weil Du ſo rein und ſchuldlos biſt wie ein Engel, ſagte er, indem er ehrfurchtsvoll ihre Hand küßte. Ich lächele, weil Du ein erhabenes, gött⸗ liches Kind biſt, welches man auf den Knien verehren, und zu welchem man beten muß, wie zu der keuſchen Göttin Veſta! Ja, mein holdes, geliebtes Kind, wir wollen hier, wie Du ſagſt, Nächte voll ſeliger Luſt durchleben, und möge ich verworfen und verdammt ſein, wenn ich jemals fähig wäre, dieſes ſüße und unſchuldsvolle Vertrauen, mit welchem Du mich be⸗ guadigſt, zu verrathen und Deine Engelsreinheit zu trüben!
Ach wir werden ſehr glücklich ſein, Seymour! ſagte ſie lächelnd. Nur Eins fehlt mir! Eine Freun⸗ din, welcher ich mein Glück ſagen, zu welcher ich von Dir ſprechen könnte. Oh, oft iſt es mir, als müßte dieſe Liebe, welche ſich immer verbergen, immer ver⸗ ſchließen muß, endlich meine Bruſt zerſprengen, als müſſe ſich dieſes Geheimniß mit Gewalt Bahn brechen und wie ein Sturmwind über die ganze Welt dahin


