Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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daran, daß meine Königin der Zukunſt eines Feld⸗ herrn bedarf, der ihr den Sieg erkämpft, und daß ich dieſer Feldherr ſein will. Wenn aber dieſes Ziel er⸗ reicht iſt, wenn Du die Königin biſt, dann haſt Du die Macht, aus Deinem Unterthan Deinen Gemahl zu machen, dann ruht es in Deinem Willen, mich zu dem ſtolzeſten, dem glücklichſten und beneidenswertheſten aller Menſchen zu erheben. Reiche mir alsdann die Hand, und ich werde Gott preiſen und danken, daß er mich ſo begnadigt, und mein ganzes Daſein wird aufgehen in dem Streben, Dir das Glück zu geben, welches Du ſo ſehr berechtigt biſt zu fordern.

Und bis dahin? fragte ſie traurig.

Bis dahin wollen wir ausharren und uns lieben! rief er, indem er ſie zärtlich in ſeine Arme drückte.

Sie wehrte ihn ſanft zurück. Wirſt Du auch bis dahin mir treu ſein?

Treu bis in den Tod!

Sie haben mir geſagt, daß Du Dich mit der Grä⸗ fin Richmond vermählen würdeſt, um endlich dem langen Haß der Howard's und Seymour's dadurch ein Ende zu geben.

Thomas Seymour runzelte die Stirn und ſein Antlitz verfinſterte ſich. Glaube mir, dieſer Haß iſt unbeſiegbar, ſagte er, und kein Ehebündniß könnte ihn hinwegwaſchen. Er iſt eine langjährige Erbſchaft unſerer Familien, und ich bin feſt entſchloſſen, dieſer Erbſchaft nicht zu entſagen. Ich werde eben ſo wenig die Herzogin von Richmond heirathen, als Henry Howard meine Schweſter, die Gräfin von Shrewsbury.

Schwöre mir das! Schwöre mir, daß Du die Wahrheit ſagſt, und daß dieſe ſtolze und coquette Her⸗