Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Stimme des Blutes klingt in ihm nicht ſo laut, daß ſie von dem Donner ſeines Zornes nicht übertönt werden könnte. Armes Kind, Du haſt das ſchon er⸗ fahren! Erinnere Dich daran, mit welcher Grau⸗ ſamkeit er an Dir ſchon die vermeintliche Schuld

Deiner Mutter gerächt hat, wie er ſeinen Zorn gegen dieſe auf Dich übertrug. Erinnere Dich, daß er

Deine Hand dem Dauphin von eha verwei⸗

gerte, nicht, um Deines Glückes willen, ſondern weil

ien Stellung oulen's könne eerden*). Und Zornes de en

er ſagte, Du ſeieſt einer ſolchen erha nicht werth. Der Baſtard Anna nimmermehr Königin von Frankreich nach ſolchen Beweiſen ſeines grauſan Dich willſt Du es wagen, i Inſult in's Antlitz zu ſchleube n 2 den Unterthan, den Diener als ſeinen kennen?

Oh, dieſer Diener iſt indeſſen der Bruder einer Königin von England! ſagte ſie ſchüchtern. Mein Vater hat Johanna Seymour zu heiß geliebt, als daß er ihrem Bruder nicht verzeihen ſollte. 2

Ach, ach, Du kennſt Deinen Vater uicht! Er hat kein Herz für die Vergangenheit, oder wenn er's hat, ſo iſt es nur, um eine Beleidigung, eine Schuld zu rächen, aber nicht um die Liebe zu belohnen. König Heinrich wäre fähig, die Tochter Anna Boulen's zum Tode zu verurtheilen, die Brüder Katharina Howard's auf das Schaffot und in in die Folterkammer zu ſchicken, weil dieſe beiden Königinnen ihn einſt ge⸗ kränkt und ſein Herz verwundet haben; er würde aber auch nicht das kleinſte Vergehen mir um deshalb ver⸗ zeihen, weil ich der Bruder einer Königin bin, welche

ihn zu zwingen, Sohn anzuer⸗

*) Tytler.

fürchterlichen