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als er ſie ſo reizend, ſo jung und ſo glühend von Leidenſchaft ſich gegenüber ſah. Daran dachte er, als er ſie jetzt in ſeine Arme ſchloß und einen flammen⸗ den Kuß auf ihre Lippen preßte.
Nein, ich werde nicht gehen, flüſterte er. Ich werde niemals mehr von Deiner Seite weichen, wenn Du nicht willſt, daß ich gehe. Ich bin Dein! Dein Sclave, Dein Vaſall, und ich will niemals etwas Anderes ſein, als nur Dies. Mögen ſie mich ver⸗ rathen, mag Dein Vater mich als einen Hochverräther ſtrafen, ich werde dennoch jauchzen vor Glück, denn Eliſabeth liebt mich, und es wird für Eliſabeth ſein, daß ich ſterbe!
Du ſollſt nicht ſterben! rief ſie, ſich feſt an ihn anklammernd. Du ſollſt leben, an meiner Seite leben, ſtolz, groß und glücklich! Du ſollſt mein Herr ſein und mein Gebieter, und wenn ich einſt Königin bin, und ich fühle hier in meinem Kopf, daß ich es werden muß, dann wird Thomas Seymour der König von England ſein.
Das heißt, in der Stille und dem Geheimniß Deines Gemaches würde ich es vielleicht ſein! ſagte er ſeufzend. Aber da draußen vor der Welt werde ich doch immer nur der Diener, und wenn es hoch kommt, der Günſtling genannt werden.: Niiemals, niemals, das ſchwöre ich Dir! Sagte ich Dir nicht, daß ich Dich liebe?
Aber die Liebe der Frauen iſt ſo wandelbar! Wer weiß, wie lange Du den armen Thomas Seymour ſchon unter Deine Füße getreten haben wirſt, wenn einſt die Krone Deine Stirn ziert?.
„Sie blickte ihn faſt entſetzt an. Kann denn Dies ſein? Iſt es möglich, daß man vergißt und verläßt, was man einmal liebte? 3
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