Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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ſo werden wir denn jetzt verſuchen, Dich mit der Stimme des Zornes und der Verdammniß aus Dei⸗ nem Irrſinn zu wecken!

Er winkte den Folterknechten, welche hinter ihm in der geöffneten Thür ſtanden, und befahl ihnen, ſie zu ergreifen und in die Folterkammer zu führen.

Marie wehrte ſie lächelnd zurück. Nicht doch! ſagte ſie. Der Heiland ſelber ging zu Fuß und trug ſein Kreuz zum Richtplatz hin. Ich werde ſeine Wege wandeln. Zeigt mir den Weg, ich folge Euch. Aber Keiner wage es, mich zu berühren. Ich will Euch zeigen, daß ich nicht gezwungen, ſondern freudig und frei den Weg der Whrderden wandle, die ich erdulden ſoll, um meines Gottes willen. Juble, meine Seele, ſinge, meine Lippe, denn der Bräutigam iſt nahe, und das Feſt ſoll beginnen!

Und mit jauchzenden Tönen begann Marie Askew ein geiſtliches Lied zu ſingen, das noch nicht verſtummt war, als ſie ſchon die Folterkammer betreten hatte.

VIII. Prinzeſſin Eliſabeth.

Der König ſchläft. Mag er ſchlafen! Er iſt alt und hinfällig und Gott hat den ruheloſen Te n mit dem flackernden, nimmer raſtenden, nimmer zu⸗ friedenenen Geiſte hart Gekraft indem er ſeinen Kör⸗ per feſſelte und den Geiſt zum Gefangenen ſeines Körpers machte, indem er den, nach dem Unermeß⸗ lichen ſtrebenden ehrgeizigen König zu dem Sclaven