Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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por, überzeugt, daß Hodge dies Mal, wie immer, vor dieſer drohenden Waffe ſeiner eiferſüchtigen und em⸗ pfindſamen Geliebten ſich unter das Bett, oder unter den Tiſch flüchten würde.

Aber dies Mal hatte ſie ſich geirrt. Hodge, wel⸗ cher ſah, daß Alles verloren ſei, fühlte endlich ſeine Geduld erſchöpft und ſeine Furcht verwandelte ſich jetzt in eine verweiflungsvolle Wuth. Das Lamm hatte ſich in einen Tiger verwandelt, und mit Tiger⸗ wuth ſtürzte er auf Gammer Gurton hin, ihre Fauſt bei Seite ſchleudernd, und mit einem derben Schlag ihre eigene Wange treffend.

Das Signal war gegeben und der Kampf begann, von beiden Seiten mit gleicher Erbitterung, gleicher Kraft geführt, nur daß Hodge's lnorhige Hand weit empfindlicher die Fleiſchmaſſe der Frau Gammer Gur⸗ ton traf, und immer gewiß war, irgend einen Punkt dieſer großen Maſſe zu treffen, während Gammer Gurton’'s weiche Hand ſelten dieſe ſchmale, fadenſchei⸗ nige Geſtalt, welche geſchickt jeden Schlag parirte, zu treffen wußte.

Haltet ein, Ihr Narren, ſchrie plötzlich eine Sten⸗ torſtimme, ſeht Ihr denn nicht, Ihr Kobolde, daß Euner Herr und Meiſter da iſt? Ruhe, Ruhe alſo, Ihr Teufel, und ſchlagt Euch nicht, ſondern liebet Euch unter einander!

Es iſt der Herr! rief Gammer Gurton, ganz zer⸗ knirſcht ihre Fauſt ſinken laſſend.

Jagt mich nicht aus dem Dienſt, Herr, jammerte Hodge, verſtoßt mich nicht, weil ich die alte Hexe end⸗ lich einmal durchgebläut habe. Sie hat es ſeit lange verdient, und ſelbſt ein Engel muß endlich bei ihr die Geduld verlieren..