Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Ich Dich aus dem Dienſt jagen? rief John Hey⸗ wood, indem er ſich die vom Lachen feuchten Augen trocknete. Nein, Hodge, Du biſt eine wahre Perle, eine Fundarube von Spaß und Luſtigkeit, und Ihr habt mir Beide, ohne es zu wiſſen, den köſtlichſten Stoff zu einem Stück gegeben, welches ich auf Befehl des Königs in ſechs Tagen ſchreiben muß. Ich bin alſo Euch Dank ſchuldig und dieſen Dank will ich denn allſogleich abtragen. Hört mich wohl an, mein verliebtes, zärtliches Taubenpaar, und merkt, was ich Euch zu ſagen habe. Man kann nicht immer den Wolf an ſeinem Fell erkennen, denn er zieht zuweilen einen Schafspelz an, auch kann man⸗nicht immer den Menſchen an ſeiner Stimme erkennen, denn er borgt ſie ſich zuweilen von ſeinem Nächſten. So kenne ich zum Beiſpiel einen gewiſſen John Heywood, welcher ganz genau die Stimme einer gewiſſen kleinen Tib nachahmen kann, und genau ſo ſüß, wie ſie ſelber, zu flöten verſteht:„Hodge, mein vielgeliebter Hodge!“

Und er wiederholte ihnen genau und mit demſelben Ton und Ausdruck die Worte, welche die Stimme vorher gerufen.

Ach, Ihr waret es, Herr? rief Hodge mit einem grinſenden Lachen. Die Tib da auf dem Hofe, die Tib, um welche wir uns geprügelt haben?—

Die Tib war ich, Hodge, ich, welcher Eurem gan⸗ zen Gezänk beigewohnt hatte, und welcher es unge⸗ heuer ſpaßhaft fand, Euch die Stimme der Tib wie einen Kanonenſchlag mitten in Euren verliebten Kampf hineinzudonnern! Ach, ach, Hodge, das war eine gute Bombo, nicht wahr, und wie ich ſagte:„Hodge, mein

vielgeliebter Hodge!“ fielſt Du wie eine Kornähre um, welche ein Miſtkäfer mit ſeinem Athem angeweht. Nein, nein, meine würdige und tugendhafte Frau