Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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als ich die Haube aus dem Kaſten geholt und auf den Tiſch gelegt hatte. Ich kann doch mit ſolchem Loch in der Haube nicht zum Friedensrichter gehen! Suche alſo, Hodge, ſuche, damit ich meine Haube flicken, und mit Dir zum Friedensrichter gehen kann!

Herr Gott, wo iſt ſie nur, die unglückliche Nadel! Ich muß ſie haben, ich muß ſie finden, damit Gam⸗ mer Gurton ihr Teſtament zum Friedensrichter tra⸗ gen kann!

Und Hodge ſuchte in raſender Verzweiflung am Fußboden umher nach der verlorenen Nadel, und Gammer Gurton ſchob die große Brille auf die roth⸗ glühende Naſe und ſpähete auf dem Tiſch umher. So eifrig war ſie im Suchen, daß ſie ſogar ihre Zunge ein wenig in Ruhe legte, und eine eſe Stille im Zimmer herrſchen ließ.

Plötzlich ward dieſe Stille durch eine Stimme un⸗ terbrochen, welche vom Hofe her ertönte. Es war eine feine, liebliche Stimme, welche rief: Hodge, lie⸗ ber Hodge, biſt Du da? Komm doch ein wenig zu mir in den Hof! Ich habe Luſt, ein wenig mit Dir zu lachen! 4

Es war, als ob ein electriſcher Schlag mit dieſer Stimme durch das Zimmer führe, und Beide, Gam⸗ mer Gurton und Hodge, zu gleicher Zeit getroffen

ätte.

Beide zuckten ſie zuſammen und ſtanden, im Su⸗ chen inne haltend, wie erſtarrt, ganz unbeweglich da.

„Hodge beſonders, der arme Hodge, war wie vom Blitz getroffen. Seine großen waſſerblauen Augen ſchienen aus ihren Höhlen hervortreten zu wollen, ſeine langen Arme hingen ſchlotternd und klappernd,

wie die Dreſchflegel hernieder, ſeine halb eingeknickten