Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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IV.

gammer Jurton'’s Radel.

Langſam und in finſtere Gedanken verloren, ſchritt John Heywood ſeiner Wohnung zu. Dieſe Wohnung lag in dem zweiten, dem innern Hofe des großen Pa⸗ laſtes von Whitehall, auf dem Flügel des Schloſſes, welcher alle Wohnungen der königlichen höhern Diener umfaßte. Alſo auch die des königlichen Narren, denn der Narr des Königs war damals eine ſehr wichtige und angeſehene Perſon, die im Rang einem königli⸗ chen Kammerherrn gleich ſtand.

John Heywood durchſchritt eben dieſen zweiten Hof, als plötzlich laute zankende Stimmen und der helle und den hineliche Klang einer Ohrfeige ihn aus ſeinem Nachdenken ſtörten.

Er blieb ſtehen und horchte.

Sein vorher ſo ernſtes Geſicht hatte jetzt ſeinen gewohnten heitern und ſchlauen Ausdruck wieder an⸗ genommen, ſeine großen Augen leuchteten wieder in

zumor und Schadenfreude.

Es iſt ſchon wieder meine ſüße, liebreizende Haus⸗ hälterin, die Gammer Gurton, ſagte John Heywood lachend, und ſie zankt ſchon wieder mit dieſem armen, langbeinigen, triefäugigen, vortrefflichen Hodge, meinem Diener. Ah, ah, geſtern überraſchte ich ſie, wie ſie ihm einen Kuß applicirte, wobei er ein ſo weiner⸗ liches Geſicht machte, als ob eine Biene ihn eſechen habe. Heute höre ich, wie ſie ihm eine rfeige Febt. Vielleicht lacht er jetzt, und denkt, es iſt ein

oſenblatt, welches ihm die Wange kühlt. Der Hodge