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Antlitz abwandte. Ihr werdet begreifen, John, daß es nicht thunlich iſt, ihn dort am Tage zu empfangen, weil es für mich am Tage keinen einzigen unbe⸗ wachten Augenblick giebt.
Ihr werdet ihn alſo in der Nacht empfangen! ſagte Heywood traurig. Um welche Stunde?
Um Mitternacht! Und jetzt wißt Ihr Alles und ich bitte Euch, John, eilt, und bringt ihm meine Botſchaft, denn ſeht, die Sonne ſinkt, und bald wird es Nacht ſein.
Sie nickte ihm lächelnd zu und wandte ſich, um zu gehen.
Prinzeſſin, das Wichtigſte habt Ihr noch vergeſſen. Ihr habt mir noch nicht ſeinen Namen geſagt.
Mein Gott, und Ihr errathet ihn nicht? John Heywood, welcher ſo ſcharfe Augen hat, ſieht nicht, daß es an dieſem Hofe nur einen Einzigen giebt, welcher es verdient, von einer Tochter des Königs geliebt zu werden.
Und dieſer Einzige heißt?
Thomas Seymour, Graf Sudley! flüſterte Eliſa⸗ beth, indem ſie ſich raſch umwandte und in das Schloß eintrat.
Oh, Thomas Seymour! ſagte John Heywood ganz entſetzt. Wie gelähmt vor Schreck blieb er unbeweglich ſtehen, und ſtarrte zum Himmel empor, und wieder⸗ holte immer wieder: Thomas Seymour! Thomas Seymour! Er iſt alſo ein Zauberer, welcher allen Weeiibern Liebestränke einflößt und ſie bethört mit ſeinem ſchönen und kecken Angeſicht. Thomas Sey⸗ mour! Die Königin liebt ihn, die Prinzeſſin liebt ihn, und da iſt noch dieſe Herzogin von Richmond, welche durchaus ſein Weib werden will! So viel


