Es iſt gut! rief ſie entſchieden. Dies Alles gehört der Zukunft an, wir wollen uns mit der Gegenwart beſchiigen⸗ Ich habe meinem Geliebten eine Zu⸗ ſammenkunft verſprochen.
Eine Zuſammenkunft? rief John Heywood erſtaunt. Ihr werdet nicht ſo tollkühn ſein, Euer Verſprechen zu erfüllen.
John Heywood, ſagte ſie faſt feierlich, König Hein⸗ richs Tochter wird niemals ein Verſprechen geben, ohne es zu erfüllen. Im Guten, wie im Schlimmen werde ich immer mein gegebenes Wort halten, und
könnte es auch mir ſelber zum höchſten Unglück und Verderben gereichen.
John Heywood wagte nicht mehr zu widerſprechen. Es lag in dieſem Moment etwas eigenthümlich Hohes, Stolzes und wahrhaft Königliches in ihrem Weſen, welches ihm imponirte und vor welchem er ſich beugte.
Ich habe ihm eine Zuſammenkunft bewilligt, denn er wünſchte ſie, ſagte Eliſabeth, und John, ich will es Dir geſtehen, mein eigenes Herz ſehnte ſich darnach. Suche alſo nicht, meinen Entſchluß wankend zu machen, er ſteht felſenfeſt. Wenn Du aber mir nicht beiſtehen willſt, ſo ſage es, und ich werde dann nach einem andern Freunde mich umſehen, nach einem Freunde, welcher mich genug liebt, um ſeinen Bedenken Schwei⸗ gen außzuerlegen.
Aber welcher vielleicht hingeht und Euch verräth, Prinzeſſin. Nein, nein, iſt es einmal beſchloſſen und unabänderlich, ſo ſoll Niemand als ich Euer Ver⸗ trauter ſein. Sagt mir alſo, was ich thun ſoll, und ich werde Euch gehorchen..
Du weißt, John, daß meine Gemächer auf jenem Flügel dort liegen, welcher den Garten begrenzt. Nun


