Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Niemand hier vertrauen, als Euch, nun wohl, ich will Euch einen Beweis meines Vertrauens geben. Erwartet mich heute Nacht um die zwölſte Stunde im grünen Gartenſaal. Ihr ſollt mein Begleiter ſein auf einer gefährlichen Wanderung. Habt Ihr Muth, John?

Muth, um für Euch zu ſterben, Königin!

So kommt, aber nehmt Eure Waffen mit!

Zu Befehl! Und iſt das Alles, was Ihr mir heute zu befehlen habt?

Alles, John! Nur, fügte ſie zögernd und mit einem leiſen Erröthen hinzu, nur kanuſt Du, wenn Du zufällig dem Grafen Sudley begegueſt, ihm ſagen, daß ich Dir Grüße für ihn aufgetragen.

Ohl ſeufzte John Heywood traurig.

Er iſt heute mein Lebensretter geweſen, John, ſagte ſie, gleichſam ſich entſchuldigend. Es ziemt ſich nſ wohl, daß ich ihm dankbar ſei.⸗

Und ihm freundlich winkend, ſchritt ſie in das Portal des Schloſſes.

Nun ſage man noch, daß der Zufall nicht der ſchadenfrohſte und boshafteſte aller Teufel iſt! mur⸗ melte John Heywood. Gerade Denjenigen, welchen die Königin am meiſten fliehen ſollte, wirft dieſer Teufel Zufall ihr in den Weg, und macht, daß ſie dem Liebhaber zugleich noch dankbarlichſt verpflichtet ſein muß. Oh, oh, er hat ihr alſo das Leben ge⸗ rettet. Wer weiß aber, ob er nicht eines Tages Schuld ſein wird, daß ſie es verliert.

Er ſenkte traurig ſein Haupt auf ſeine Bruſt, als er plötzlich hinter ſich eine Stimme hörte, welche leiſe ſeinen Namen rief, und als er ſich umwandte, ſah er