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Ach, ich wollte ein Maler wäre hier, ſagte der König. Er ſollte uns ein Bild malen, wie die keuſchen Nymphen der Diana den Actäon verfolgen. Du biſt Actäon, John!
Aber ſie ſind nicht die keuſchen Nymphen, König, nein, durchaus nicht, rief Heywood lachend, und zwi⸗ ſchen dieſen ſchönen Frauen und der Diana finde ich keine Aehnlichkeit, ſondern nur einen Unterſchied.
Und worin beſteht der Unterſchied, John?
Darin, Sire, daß die Diana ihr Horn an der Seite trug, dieſe ſchönen Damen es aber ihre Männer auf der Stirn tragen laſſen!
Ein lautes Gelächter der Männer, ein Wuthge⸗ ſchrei der Damen war die Antwort auf dies neue Epigramm John Heywoods.—
Sie ſtellten ſich in zwei Reihen auf und bildeten ſo eine Gaſſe, durch welche John Heywood hindurch gehen ſollte.
Kommt, John Heywood, kommt und empfangt Eure Strafe!
Und ſie hoben ihre dornigen Ruthen drohend em⸗ por und ſchwangen ſie mit zürnenden Geberden hoch über ihren Häuptern.
Die Scene begann allerdings für John ſehr pikant zu werden, denn dieſe Ruthen hatten ſehr ſpitze Dornen, und nur ein feines Batiſthemde bedeckte ſeinen Rücken.
Er näherte ſich indeß mit beherztem Schritt dieſer verhängnißvollen Gaſſe, durch welche er hindurch ſchreiten ſollte. Schon ſah er die Ruthen nach ſich zücken, und es war ihm, als bohrten ſich die Dornen ſchon in ſeinen Rücken ein.


