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gefallen fand, ſelbſt als ich ſie ſtrafte, auf das Blut⸗ gerüſt geſchickt, weil ſie meinen Zorn gereizt hatten? Wer will nach ſolchen gläuzenden Beiſpielen unſerer zerſchmetternden Gerechtigkeit es wagen, uns der Lang⸗ muth zu beſchuldigen?
Damals, Sire, ſagte Douglas mit ſeiner ſanften und einſchmeichelnden Stimme, damals aber ſtand noch keine Königin an Eurer Seite, welche die Ketzer recht⸗ gläubige Leute nennt und die Hochverräther ihrer Freundſchaft würdigt.
Der König runzelte die Stirn, und ſein zorniger Blick traf das freundliche und ergebene Antlitz des Grafen.
Ihr wißt, ich haſſe dieſe verſteckten Angriffe, ſagte er. Wenn Ihr die Königin eines Verbrechens zeihen könnt, nun wohl, ſo thut es! Wenn Ihr es nicht könnt, ſo ſchweigt!
Die Königin iſt eine edle und tugendhafte Dame, ſagte der Graf, nur daß ſie ſich zuweilen von ihrem hochherzigen Sinn verleiten läßt. Oder wie, Majeſtät, wäre es etwa mit Eurer Einwilligung geſchehen, daß Mylady, die Königin, einen Briefwechſel mit Marie Askew unterhält?
Was ſagt Ihr da? Die Königin in einem Brief⸗ wechſel mit Marie Askew? rief der König mit don⸗ nernder Stimme. Dies iſt eine Lüge, eine ſchamloſe Lüge, welche man erſonnen hat, um die Königin zu ſtürzen, denn man weiß ſehr wohl, daß der arme König, welcher ſo oft getäuſcht, ſo oft hintergangen worden, endlich glaubt, in dieſer Frau ein Weſen ge⸗ funden zu haben, dem er vertrauen, an das er glau⸗ ben kann. Und man gönnt es ihm nicht, man will ihm dieſe letzte Hoffnung auch noch entreißen, damit ſein Herz ganz zu Stein erſtarre, und keine Regung


