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ſchwören, gerne verzeihen und ſie wieder unſerer kö⸗ niglichen Gnade theilhaftig werden laſſen. Deshalb war es, daß wir Euch, Mylord Er biſchof, den Auf⸗ trag gaben, durch die Kraft Eures ebetes und Eure eindringlichen, überzeugenden Worte das arme Kind den Krallen des Teufels, welcher ihr Ohr beſtrickt, zu entreißen.
Aber ſie iſt unbeugſam, ſagte Gardiner zähneknir⸗ ſchend. Vergebens habe ich ihr die Höllenqualen, welche ſie erwarten, wenn ſie nicht umkehrt zum Glau⸗ ben, geſchildert, vergebens habe ich ſie allerlei Mar⸗ tern und Pönitenzen unterzogen, vergebens habe ich einige andere Bekehrte zu ihr in das Gefängniß ge⸗ ſandt, und ſie Tage und Nächte unausgeſetzt bei ihr beten laſſen, ſie bleibt unbeugſam, hart wie Stein, und weder die Furcht vor der Strafe, noch die Aus⸗ ſicht auf Freiheit und Glück vermag dies Marmorherz zu erweichen..
Ein Mittel giebt es, welches man noch nicht ver⸗ ſucht hat, ſagte Wriothesly. Ein Mittel, welches in⸗ deß ein wirkſamerer Bußprediger iſt, als die begei⸗ ſtertſten Redner und die glühendſten Gebete, und welchem ich es verdanke, daß ich viele der verſtock⸗ reäen Ketzer zu Gott und dem Glauben zurückgeführt
abe.
Und dieſes Mittel iſt?
Die Tortur, Majeſtät!
Ach, die Tortur! wiederholte der König mit einem unwillkürlichen Schauder. „Alle Mittel ſind gut, welche zu dem heiligen Ziele führen! ſagte Gardiner mit andächtigem Händefalten.
Man muß die Seele heilen, indem man dem Kör⸗ per Wunden ſchlägt! rief Wriothesly. 4


