machen, welche beſtimmt iſt, dieſen verbrecheriſchen und treuloſen König wieder in die Arme der heiligen Mut⸗ terkirche zurückzuführen! 3
Und jetzt, Mylords, jetzt ſagt mir, wie ſteht es in meinem Reiche und an meinem Hofe, rief der König aufathmend.
Schlimm! ſagte Gardiner. Der Unglaube erhebt immer wieder auf's Neue ſein Haupt. Es iſt der Drache, dem, wenn man ihm ein Haupt abgeſchlagen hat, gleich wieder zwei an derſelben Stelle wachſen. Dieſe fluchwürdige Sekte der Reformiſten und Gottes⸗ leugner mehrt ſich mit jedem Tage, und unſere Kerker genügen nicht mehr, ſie zu faſſen, und wenn wir ſie auf die Scheiterhaufen ſchleppen, macht ihr freudiges und muthiges Sterben immer neue Proſelyten, und neue Abtrünnige.
Ja, es ſteht ſchlimm, ſagte der Lordkanzler Wrio⸗ thesly, vergebens haben wir allen Denen, welche reuig und zerknirſcht zurückkehren, Gnade und Vergebung verſprochen; ſie hohnlachen unſerer Gnade und ziehen den martervollen Tod der königlichen Vergebung vor. Was nützt es, daß wir Miles Covordale, welcher ſich erfrecht hatte, die Bibel zu überſetzen, verbrannt haben, ſein Tod ſcheint nur die Sturmglocke geweſen zu ſein, welche andere Fanatiker erweckt hat, und ohne daß wir ahnen und berechnen können, woher alle dieſe Bücher kommen, überſchwemmen und überfluthen ſie das ganze Land, und wir haben jetzt ſchon mehr als vier Bibelüberſetzungen; das Volk lieſt ſie mit Be⸗ gierde, und der verderbliche Samen der Aufklärung und der Freidenkerei wuchert täglich kräftiger und ver⸗ derblicher um ſich.
Nun, und Ihr, Graf Douglas? fragte der König, als der Lordkanzler jetzt ſchwieg. Dieſe edlen Herren


