Da waren endlich die beiden Männer mit den finſtern tückiſchen Mienen, den unbeweglichen, mar⸗ mornen Geſichtern, welche niemals durch ein Lächeln, einen Freudenglanz erhellt wurden; welche immer ſtraften, immer verurtheilten, und deren Antlitz ſich nur dann erhellte, wenn der Todesſchrei eines Verur⸗ theilten oder das Angſtgeſtöhne eines Gefolterten an ihr Ohr ſchlug, und welche die Peiniger der Menſch⸗ heit waren, indem ſie ſich die Diener und Knechte Gottes nannten.
Sire, ſagte Gardiner, als der König ſich langſam auf die Ottomane niedergelaſſen hatte, Sire, laſſet uns zuerſt den Segen Gottes, unſres Herrn, erflehen
für dieſe Stunde der Berathung. Gott, welcher die
Liebe iſt, aber auch der Zorn, er möge uns erleuchten und ſegnen!
Der König faltete fromm ſeine Hände, aber es war uur ein Gebet des Zornes, welches in ſeiner Seele lebte.
Gieb, o Gott, daß ich alle Deine Feinde ſtrafen und überall die Schuldigen zerſchmettern kann! mur⸗ melte er.
Amen! ſagte Gardiner, indem er mit feierlichem Ernſt die Worte des Königs wiederholte.
Sende uns den Blitzſtrahl Deines Zornes, betete Wriothesly, damit wir die Welt Deine Macht und Herrlichkeit erkennen lehren!
Graf Douglas hütete ſich wohl, laut zu beten.
Was er mit Gott zu beſprechen hatte, das durfte der
König nicht hören.
Gieb, o Gott, betete er in ſeinem Herzen, gieb, daß mein Werk gelingt und dieſe gefährliche Königin das Blutgerüſt beſteige, um meiner Tochter Platz zu


