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Er verneigte ſich vor dem König, der ihm ein herzliches Lebewohl ſagte, und verließ dann ſchweigend das Gemach. Der König ſchaute ihm mit einem Blick unendlichen Mitgefühls nach.
Drei Tage ſind eine lange Zeit, ſagte er leiſe vor ſich hin. Sie werden ſeinen Schmerz abkühlen, und wenn er vernünftiger Ueberlegung erſt wieder Gehör giebt, wird er andere Entſchlüſſe faſſen!
XIII. Die Rache des Ehemaunes.
Camilla ſaß auf dem Divan in ihrem Cabinet und hörte mit athem⸗ loſer Aufmerkſamkeit der Erzählung zu, welche ihr der beau cousin, Herr von Kindar, von den Abenteuern und Begegniſſen in den letzten acht Tagen machte. Sie ſah ihn mit ſtrahlenden Blicken an, als er ihr in ſeiner komiſchen, witzelnden Weiſe, die ihr ſo wohlgefiel, und die ſie außerordentlich geiſtreich nannte, ſein Duell mit dem Lord Elliot ſchil⸗ derte. Sie fühlte ſich wahrhaft ſtolz auf ihren ſchönen Geliebten, als er ihr ausführlich ſchilderte, wie er Lord Elliot, der ihm immerfort aus⸗ gewichen und vor ihm geflohen ſei, endlich zu einem Duell genöthigt und ihn gezwungen habe, knieend zu bekennen, daß er ſeiner Gemahlin das ſchreiendſte Unrecht gethan, und er es bereue, den Herrn von Kindar ſo ſchwer beleidigt zu haben, indem er ihn für den Liebhaber ſeiner reinen tugendhaften Frau hielt.
Und er hat das gethan? rief Camilla frohlockend. Er hat vor Dir geknieet und Dich um Verzeihung gebeien?
Er hat das gethan, beſtätigte Herr von Kindar.
Dann iſt er noch elender und erbärmlicher, als ich geglaubt hätte, ſagte Camilla, dann bin ich in den Augen aller Welt gerechtfertigt, wenn ich ihn haſſe und verachte. Denn was giebt es wohl Verächtlicheres,


