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geziert waren, aufgeſtellt, dort flatterten die Fahnen und Standarten aller preußiſchen Provinzen von dem kunſtvollen, aus Blumengewinden und vergoldeten Säulen zuſammengeſetzten Bau hernieder, von dort aus bildete die berittene Bürgerſchaft Berlins ein Spalier bis weit hinaus auf die Landſtraße, welche der König zu paſſiren hatte, und Aller Blicke waren die Straße hinaufgewendet, und Jeder wartete mit hochklopfendem Herzen auf das Erſcheinen des Helden, deſſen Stirn ſo viele und koſt⸗ bare Lorbeern zierten.
Aber Niemandes Herz klopfte ſo laut, Niemandes Blicke ſchauten mit ſolcher inbrünſtigen Sehnſucht die Straße hinauf, als die des Mar⸗ quis d'Argens, der an der Spitze der Bürgerſchaft, unmittelbar neben dem Triumphbogen hielt. Er war es geweſen, der die Berliner Bürger zu dieſem feſtlichen Empſang organiſirte, er hatte alle Veranſtaltungen angeordnet, allen Triumphbogen ihre Stelle und ihre ſinnigen Verzie⸗ rungen gegeben; für ſeinen geliebten königlichen Freund hatte er ſeine ſo geliebte Behaglichkeit aufgegeben, für ihn hatte er trotz ſeiner ſonſtigen ängſtlichen Beſorgniß für ſeine Geſundheit ſich hinaus gewagt in die harte und ſchneidende Luft dieſes rauhen Märztages, für ihn hatte er gethan, was er ſeit manchem Jahr nicht gethan, für ihn hatte er ein Pferd beſtiegen, und weil er an ihn dachte, fand er nicht einmal Zeit auf dem Rücken dieſes Thieres Beſorgniß zu hegen, oder ſeiner lebhaften Phantaſie alle Schreckniſſe vorzumalen, die einen, von einem durchgehen⸗ den Pferde abgeworfenen und geſchleiften Reiter bedrohten.
Freilich bot ſein Pferd zu ſolchen Beſorgniſſen wenig Gelegenheit, es hatte längſt ſeine üppige Jugendgluth verloren, und ſtand mit lamm⸗ frommer Geduld ſtundenlang neben dem Triumphbogen; es ſtand auch noch dann geduldig, als ſein Reiter längſt die Geduld verloren hatte, und faſt zornig zu werden begann über das lange Ausbleiben des Kö⸗ nigs, und in ſeiner lebhaften, gasconiſchen Manier endlich in laute Klagen ausbrach über den hartherzigen Helden, der ſeinen Bewunderern nicht geſtatten wollte, wie es ſchien, ihn im Triumphe einholen zu können.
Freilich hätte der Marquis ſehr gut wiſſen können, daß dem König nichts unbequemer ſei als ſolche öffentliche Schauſtellungen, daß er nichts lieber vermied, als dieſe officiellen Demonſtrationen, die für den Geber


