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So möge denn der Kampf auf's Neue beginnen, ſagte der König als er wieder allein war. Ich werde ihn mit dem neuen Jahr wieder auf⸗ nehmen und werde kämpfen, wie ich gekämpft habe, das Eine nur im Auge habend, meine Ehre und die Ehre Preußens! Nie werde ich den Augenblick ſehen, der mich zu einem nachtheiligen Frieden nöthigen könnte. Es giebt keine Ueberredung, keine Beredtſamkeit, die mich dahin bringen könnte, meine Schande zu unterzeichnen. Ich werde mich entweder unter den Trümmern meines Vaterlandes begraben, oder ich werde, wenn dieſer Troſt dem mich verfolgenden Geſchicke noch zu ſüß iſt, meinem Unglück ein Ende zu machen wiſſen. Die Ehre allein hat meine Schritte bis hierher geleitet und ſoll ſie auch ferner leiten! Ich habe meine Zu⸗ gend meinem Vater, mein Mannesalter meinem Vaterlande geopfert und werde doch nun wohl das Recht haben, über mein Alter zu gebieten. Es giebt Leute, die gegen das Geſchick folgſam ſind, aber das iſt meine Sache nicht! Habe ich für Andere gelebt, ſo will ich wenigſtens für mich ſterben können, unbekümmert, was man davon ſagen wird. Nichts
den Secretair des Großveziers, Ali, gelangte er endlich zu ſeinem Ziel, aber es koſtete dem König die bedeutende Summe von achtzigtauſfend Piaſtern.— Der ruſſiſche Geſandte zu Konſtantinopel und der öſterreichiſche Internuntius, als ſie von dieſem Freundſchaftsvertrag der Pforte mit Preußen endlich Kunde er⸗ hielten, ſchlugen ihren Höfen vor, hunderttauſend Ducaten daran zu ſetzen, um den Tractat noch vor der Beſtätigung umzuſtoßen, aber ehe noch die Höfe etwas darüber entſchieden hatten, waren die Urkunden ausgewechſelt, obwohl der die türkiſche Nachricht überbringende preußiſche Courier von dem ihn begleitenden Janiſcharen zu Aidos erſchoſſen worden, weil dieſem, wie er behauptete, Rexin neunhundert Piaſter ſchuldig geblieben.(v. Hammer: Geſchichte des Osmani⸗ ſchen Reiches. Bd. 8. S. 241.) Indeſſen kam der Vertrag doch nicht zu ſeiner Ausführung, denn der freiſinnige nnd großdenkende Großvezier Raghib ſtarb bald darauf und ſein Nachfolger Hamet Hamſa wußte den Sultan Muſtapha III., der überdies einem Frieden mit Oſterreich mehr geneigt war, zu bereden, den Friedensvertrag als ungeſetzlich und nur durch Beſtechung erlangt wieder auf⸗ zuheben. Ypſilanti ward unter dem Vorwand, weil er zwei ſeiner Sclavinnen geprügelt, erhängt, und Ali„wegen zu großer Gefälligkeit“ nach Cypern ver⸗ bannt.(v. Hammer: Bd. 8. S. 266). 12*


