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ſich an Muſtapha wendend, ſagte er: Ich verdanke dem Chan, Deinem mächtigen Gebieter, eine ſchöne Stunde, und indem ich ſein Haus ver⸗ laſſe, um in das meine zurückzukehren, nehme ich eine angenehme Erin⸗ nerung mit mir.
Sire, ſagte Muſtapha, der Chan bittet Dich, dieſes Zelt das Deine zu nennen und es anzunehmen als ein Zeichen ſeiner Freundſchaft.
Der König neigte lächelnd das Haupt und verließ dann das Zelt, indem er Rexin beauftragte, jetzt mit dem Tartarengeſandten zu ernſter Beſprechung in ſein Haus zu kommen.
Alsdann entließ der König, vor der Thür ſeines Hauſes angelangt, die Generäle und ſein ganzes glänzendes Gefolge, und trat, nur von Rexin, dem tartariſchen Geſandten und deſſen Dolmetſcher begleitet, wieder in ſein Gemach ein.
Und jetzt laſſen Sie uns von Geſchäften ſprechen, ſagte der König. Welche Nachrichten bringen Sie mir von dem Tartarenchan, welche Ant⸗ wort ſendet er mir auf meinen Vorſchlag?
Sire, er iſt bereit, Alles zu erfüllen, was Deine Majeſtät wünſchen kann und Dir jede Hülfe zu leiſten, vorausgeſetzt, daß Du nicht Friede machen willſt mit unſerem verhaßten Feinde, mit Rußland, ſondern un⸗ ermüdet und unaufhaltſam den Krieg ſo lange fortſetzen willſt, bis Ruß⸗ land gedemüthigt zu unſern Füßen liegt.
Ah! rief der König, der Chan der Tartarei kann die Kaiſerin von Rußland nicht glühender haſſen, wie dieſe mich haßt; er hat alſo nicht nöthig, ein Freundſchaftsbündniß zwiſchen mir und Rußland zu fürchten. Auch gelüſtet mich nicht nach einer Freundſchaft mit dieſen rohen Barbaren.
Wenn die Kaiſerin von Rußland Deine Majeſtat haßt, ſo thut ſie Dir daſſelbe, was ſie Krimgirai thut. Rußland haßt Alles, was hoch⸗ herzig, edel und freiſinnig iſt, Rußland haßt die Aufklärung und die Cultur, denn die Aufklärung iſt das Licht, die Cultur die Freiheit, und Beides ſind die Erbfeinde Rußlands. Rußland haßt Krimgirai, weil er ſein Volk zu einem geſitteten gemacht hat, weil er die rohen Horden ſeiner ſtreitbaren Männer in ein Heer kräftiger, kühner und gebildeter Krieger umgewandelt hat, weil er mit Menſchlichkeit ſeine Unterthanen


