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hätte, und mit welcher Begier würden wir Alle denſelben gegeſſen haben.“
Dann wandte er ſich wieder mit heiterm Blick dem Geſandten zu, der ihm jetzt aus den anderen Körben Kaviar, Butarga und Zibeben, Datteln und Mandeln in ſilbernen Schalen darreichte und dieſelben zu den Füßen des Königs niederſetzte.
Nun ließ er einen lauten, gebieteriſchen Ruf vernehmen, ſofort öffnete ſich die Thür des Zelts, und es erſchien ein Tartar in weißem Wolfspelz, eine goldene Schale in der Hand haltend, in der ſich eine weiße dam⸗ pfende Flüſſigkeit befand.
Muſtapha nahm ſie und kniete mit derſelben vor Friedrich nieder. Sire, ſagte er, mein erhabener Gebieter Krimgirai bittet Dich, mit ihm zu trinken von ſeinem Lieblingstrank. Er hat, bevor er Dir dieſe Schale ſandte, mit den Lippen den Rand derſelben geküßt, und wenn Du jetzt die Deinen an die Schale hefteſt, ſo findet der große Adler und Held des Nordens da den Bruderkuß des Adlers und Helden des Süden.
Was iſt das? fragte der König leiſe Herrn von Rexin, der zur Seite des Divans ſtand.
Sire, es iſt Pferdemilch, flüſterte Rexin.
Der König zuckte leicht zuſammen, und faſt wäre der Inhalt der Schale, die er eben von Muſtapha angenommen hatte, verſchüttet wor⸗ den. Aber dann überwand der König dieſes Erſchrecken und hob ruhig und lächelnd die Schale empor. Nachdem er ſeine Lippen an den Rand derſelben gelegt, reichte er ſie wieder dem Geſandten dar.
Ich habe von dem Rande der Schale den Kuß meines Freundes getrunken, ſagte er. Möge unſerer Freundſchaft eine lange Dauer ge⸗ währt ſein!
Allah gewähre dieſen Wunſch! rief Muſtapha emphatiſch. Sire, mein hoher Chan ſendet Dir ſeine Grüße, und da er hoffen darf, daß Dir wie ihm das berauſchende Lieblingsgetränk jedes ächten Tartaren wohlſchmeckend erſcheinen werde, ſendet er Dir das edle, feurige Thier, die arabiſche Stute, die im Stande iſt, Dir dieſen Trank zu bieten.
Er ſchlug die Thür des Zeltes auf; draußen ſtand ein Pferd edel⸗ ſter, arabiſcher Race aufgeſchirrt und gezäumt mit koſtbarem Sattelzeug


