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gen Officiere, welche dem Feldherrn Rapport abgeſtattet hatten, und deren Bericht ſo eben eine trübe Wolke auf der Stirn des ſiegreichen Feldherrn hervorgerufen hatte.
Mit einer haſtigen Kopfbewegung ſich an dieſen kleinen Herrn im goldgeſtickten Gewande, mit der ſteifen, ſchön friſirten Allongenperrücke, wendend, ſagte der General achſelzuckend: haben Sie gehört, Herr Mar⸗ quis? Zehntauſend meiner Tapfern liegen auf dem Schlachtfeld und eben ſo viele ſind verwundet!
Daraus folgt, ſagte der Marquis Montalembert, der franzöſiſche Geſchäftsträger und Unterhändler zwiſchen den Höfen von Wien, Pe⸗ tersburg und Paris, daraus folgt, daß der König von Preußen vielleicht vierzigtauſend Todte und Verwundete haben wird, und daß demzu⸗ folge ſeine kleine Armee faſt ganz aufgerieben und vernichtet iſt.
Wer weiß, rief Soltikow, der König von Preußen pflegt ſeine Nie⸗ derlagen immer ſehr theuer zu verkaufen, und es ſollte mich daher gar nicht wundern, wenn er weniger Soldaten verloren als wir.*)
Nun, er wird jetzt nichts mehr zu verkaufen haben, ſagte der Mar⸗ quis lächelnd. Es hängt nur von Ihnen ab, dem flüchtigen und beſieg⸗ ten König den Gnadenſtoß zu geben und ihn für immer zu verrichten, denn—
Das Eintreten eines Officiers unterbrach den Marquis.
Der Herr General von Loudon, meldete der Officier.
Soltikow ſtand auf und ſchritt der Thür zu, den Eintretenden will⸗ kommen zu heißen. Ein ſtolzes Lächeln ſtand auf ſeinem Antlitz, und wie er dem öſterreichiſchen General die Hand entgegenſtreckte, that er das mit einer ſolchen Miene, mit der etwa ein gnädiger Vorgeſetzter ſeinem Untergebenen huldvoll ſich erweiſt.
Der ſchnelle, feſte Blick Loudon's ſchien indeß die ſtolzen und über⸗ müthigen Gedanken des Bundesgenoſſen auf ſeinem Geſicht geleſen zu haben, und ohne allen Zweifel geſchah es deshalb, daß er die Hand Soltikow's kaum berührte und mit ſtolz gehobenem Haupt in die Mitte des Zimmers vorſchritt.
*) Soltikow's eigene Worte. Siehe v. Archenholtz. Th. I. S. 206.
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