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ſoll, kommt von Oben*), ſagte er. Auch würden Sie das kaum hindern können. Nein, es iſt beſſer, keine Wache vor der Thür zu haben, und die Aufmerkſamkeit der Umherſchwärmenden gar nicht auf dies Haus zu lenken. Und ich denke, ohne äußere Veranlaſſung wird Niemand gerade vermuthen, daß dieſe ſchlechte, verfallene Baracke, durch die der Wind heult, die Reſidenz eines Königs iſt! Kommen Sie alſo, Meſſieurs.
Er ſchritt in die Hütte, und die beiden Adjutanten folgten ihm, nicht mehr wagend, ihm zu widerſprechen.
Löſchen Sie die Lichter, ſagte der König. Der Mond iſt unſere Fackel, und beleuchtet ganz coquett unſer lockendes Strohlager hier.
Er zog ſeinen Degen, und ihn feſt in die rechte Hand nehmend, legte er ſich nieder auf das Stroh. Da iſt noch Platz für Sie beide, ſagte er, legen Sie ſich alſo nieder. Gute Nacht meine Herren.
Er hob leicht den dreieckigen Hut zum Gruß empor und legte ihn dann als Schutz gegen das Mondlicht und die Nachtkälte über ſein Geſicht.
Die Adjutanten legten ſich ſchweigend zu ſeinen Füßen nieder, und bald hörte man in dem Zimmer nichts mehr, als das laute Athmen der Schlafenden.
IV. Die nächtliche Berathung.
Hand in Hand ſchritten die beiden Grenadiere vorwärts, gerade auf das Schlachtfeld zu, denn bevor ſie daran denken konnten, ſich in's feind⸗ liche Lager zu wagen, mußten ſie erſt von zweien der Todten des Schlachtfeldes ſich öſterreichiſche Uniformen geliehen haben. Es war nicht ſchwer, unter den vielen Leichen, die hier das Schlachtfeld bedeckten,
**) Des Königs eigene Worte. Siehe Nicolai: Characterzüge und Anecdoten. Heft V. S. 118.


