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mmein Mann, ſeit Du da biſt. Ich kenne ihn nicht mehr, ich weiß nichts
mehr von ihm, und es iſt mir ganz gleichgültig, ob er das weiß und meine Liebe erräth!
O, Weiber, Weiber, ſagte Ranuzi lächelnd, wie gefährlich iſt es doch, mit Euch ſich einzulaſſen. Wenn Ihr liebt, ſeid Ihr wie die Ana⸗ konda, deren giftigen Biß man nur dann nicht zu fürchten hat, wenn ſie geſättigt iſt und kein Verlangen trägt nach neuer Nahrung, und wenn Ihr aufgehört habt zu lieben, gleicht Ihr der Tigerin, welche aus dem Schlaf erwacht, um Denjenigen zu erwürgen, der ſie im Schlaf geſtört hat. Komm, meine Anakonda, komm, und da Du jetzt ſatt biſt, laß uns ein wenig plaudern und träumen.
Er zog ſie mit zärtlichem Gekoſe zum Divan hin und ſetzte ſich. Aber ſie nahm nicht neben ihm Platz, ſondern ſie ließ ſich ſanft zu ſeinen Füßen niedergleiten.
Laß mich ſo, ſagte ſie, laß mich zu Deinen Füßen liegen, Dich an⸗ beten und in Deinem Antlitz die Geſchichte dieſer fürchterlichen drei Tage leſen, in denen ich Dich nicht geſehen! Wo warſt Du denn, Carlo, und weshalb vergaßeſt Du mich?
Ah, rief er lachend, meine Anakonda beginnt ſchon ſich zu regen und Hunger nach meinem Herzblut zu fühlen. Wie lange, und ſie wird bereit ſein, mich zu verſchlingen oder zu ermorden.
Nenne mich nicht Deine Anakonda, ſagte ſie mit leiſem Kopfſchütteln, denn Du ſagſt, nur wenn wir ſatt ſind in Liebe, gleichen wir Frauen der ruhenden Anakonda. Ich aber, mein Carlo, ich werde niemals ſatt. Wenn ich Dich anſehe, ſo dürſtet mich nach Deinen Blicken, Deinem Worten, Deinen Liebesbetheurungen. Und iſt's nicht ſo geweſen mein ganzes Leben lang? Habe ich Dich nicht geliebt, Carlo, ſo lange ich denken und empfinden kann? O, erinnere Dich doch ein wenig unſerer ſchönen Jugendzeit, Carlo, dieſer Tage voll Sonnenſchein, Blumenduft und Kinderunſchuld. Weißt Du noch, wie wir da oft Hand in Hand durch die Campagna dahinſtreiften, plaudernd von Gott, den Sternen, den Engeln und den Blumen, träumend von einer Zeit, in welcher die Engel und die Sterne vom Himmel herniederflattern ſollten in unſere Herzen, um uns die Welt zu einem Paradieſe umzuſchaffen?
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