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welche mit mir dieſe Nacht in den Sternen geleſen hat, und deren Seele noch traurig iſt, gleich der meinen, von dem, was ſie geſehen.
Und was habt Ihr geſehen? ſchrie man aus der Menge.
Bleiche, geſpenſterhafte Schatten, die in blutigen Gewändern ein⸗ herzogen, klagend und jammernd ſich niederſetzten an tauſend geöffneten Gräbern, um ein Klagelied zu ſingen, das hieß:„Krieg! Krieg! Weh' dem Krieg! Er tödtet unſere Männer, er verſchlingt unſere Jünglinge. Er macht unſere Frauen zu Wittwen und unſere Mädchen zu Nonnen! Weh' dem Krieg!“— um ein Gebet zu Gott emporzukreiſchen, das hieß: „Friede! Friede! Schenke uns, o Gott, den Frieden, damit dieſe offenen Gräber ſich ſchließen, damit wir unſere Wunden heilen und unſerer Leiden Ende ſehen können!“
Der Prophet faltete die Hände und blickte flehend zum Himmel empor. Aber jetzt erhob das Weib ihre Stimme. Doch der Himmel, ſagte ſie, verfinſterte ſich, als die Geiſter ſo beteten und ein blutrother Strom ſchoß über ihn hin, färbte die Sterne blutig und machte aus dem Mond eine dunkle Blutlache, und jammernde Stimmen riefen aus den Wolken und in der Luft:„Kämpft weiter und ſterbt, denn Euer König will es ſo! Ihm gehört Euer Leben! Ihm gehört Euer Blut!“— Und zwiſchen dieſen blutrothen Bächen tauchten plötzlich rieſengroße weiße durchſichtige Geſtalten hervor, und an dem Haupt der erſten las ich die Zahl 1759. Und dieſe Geſtalt öffnete ihre Lippen und ſagte:„Krieg bringe ich, Krieg und immer neues Blutvergießen! Euer König fordert das Blut Euerer Söhne, gebt es ihm, er fordert Euer Geld, gebt es ihm! Denn der König iſt der Herr Eueres Leibes und Euerer Seele, und wenn er gebietet, ſo müßt Ihr gehorchen!“
Das iſt faſt ein wenig zu ſehr ruſſiſch gedacht, ſagte Herr von Ranuzi halblaut. Es ſollte mich wundern, wenn die Polizei nicht dieſen Prophezeihungen, welche ein wenig nach Aufregung riechen, ein Ende machen ſollte.
Dieſe Scene iſt ſo unterhaltend, ſagte Herr von Giurgenow lebhaft, daß ich ſie wohl in der Nähe anſchauen möchte. Sie verzeihen daher, Meſſieurs, wenn ich Sie verlaſſe und hinuntergehe auf den Platz. Es iſt immer intereſſant, zu hören, was das Volk ſagt, und wie es dieſe
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