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Von dieſen Neuigkeiten unterhielten ſich die drei Officiere, welche da in dieſem eleganten Zimmer in einem Hauſe an der Schloßfreiheit ſaßen, und auf die Zeitung hinſtarrten, welche vor ihnen auf dem Tiſche lag.
Ich bitte Sie, ſagte der Eine von ihnen in franzöſiſcher Sprache, ich bitte Sie, Monſieur, haben Sie die Güte und überſetzen Sie mir dieſe Stelle hier.
Es iſt, glaube ich, von dem Prinzen Heinrich die Rede, aber es iſt mir unmöglich, dieſes barbariſche Kauderwelſch zu entziffern.
Er reichte ſeinem Nachbar zur Rechten das Blatt und deutete mit ſeinem von Brillantringen ſtrahlenden Finger auf eine Stelle der Zeitung hin.
Da ſteht allerdings etwas von dem Prinzen Heinrich, erwiederte dieſer mit dem eigenthümlichen Accent, welcher den Ruſſen verrieth, und zwar ſteht da Etwas, was Sie, Monſieur de Belleville, ganz außer⸗ ordentlich intereſſiren wird.
Oh, ich bitte, leſen Sie es uns, rief der Franzoſe ungeduldig, aber ſich dann mit einer anmuthigen Verbeugung an den dritten Herrn wendend, welcher gleichgültig und ſtumm neben ihnen ſaß, fügte er hin⸗ zu: aber es fragt ſich zuförderſt, ob unſer freundlicher Herr Wirth, Monsieur le Comte de Ranuzi, auch Theil daran nimmt und dieſe Lectüre erlaubt?
Ich nehme an Allem Theil, Meſſieurs, ſagte der italieniſche Graf nachläſſig, und Alles iſt mir intereſſant, was von anderen Dingen handelt, als von dieſem langweiligen und öden Berlin.
Vraiment, Sie haben Recht, ſeufzte der Franzoſe. Es iſt ein langweiliger, ſteifer Ort. Man iſt hier ſo unerhört tugendhaft und prüde, von ſo altmodiſchen Scrupeln und ſo ganz befangen in kleinlichen Vorurtheilen, daß ich wirklich darüber lachen müßte, wenn ich nicht täglich unter dieſer Eintönigkeit und Langeweile zu leiden hätte. Gott, was würde die reizende Gebieterin von Frankreich, was würde die Marquiſe von Pompadour ſagen, wenn ſie mich, den heiteren, lebens⸗ luſtigen Belleville, den ſie ſo oft in ihrer ſcherzhaften Laune mit dem Titel eines Hofnarren beehrt hat, wenn ſie mich, ſage ich, hier ſehen könnte,


