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Wird der König deſſen gedenken, jetzt, da er die Macht hat, z ſtrafen und Rache zu üben?
Viele waren zitternd vor Angſt in den weißen Saal getreten, ſcheu und ſchüchtern hielten ſie ſich in der Ferne, froh, wenn das Auge des Königs ſie nicht traf und ſie unbemerkt in irgend eine ſen. ſterniſche ſich zurückziehen konnten.
Aber dem ſcharfen Blicke des Königs entging nichts, er hatte ſehr wohl die Gruppe dort drüben im Fenſter bemerkt, er hatte ſehr wohl ihre unruhigen, verſtörten, angſtvollen Blicke geſehen.
Ein mitleidsvolles, gütiges Lächeln glitt über ſeine edlen Züge hin und ein Ausdruck unendlicher, erhabener Milde ſtrahlte von ſei⸗ nem Antlitz, als er jetzt mit hochgehobenem Haupte ſich dieſen Män⸗ nern näherte, welche mit dem Inſtinct einer gemeinſamen Gefahr ſich einander genähert hatten, und ſchweigend, dicht zuſammengedrängt ihr Schickſal erwarteten.
Wer wohl hatte Friedrich ſo oft und ſo ſchwer gekränkt, als der Oberſt von Derſchau? Wer hatte in den Tagen ſchweren Leides und herben Wehes ſo oft ihn verhöhnt, ſo bitter ihn verfolgt, mit ſo ſchonungsloſer Härte die Befehle des Königs gegen ſeinen Sohn aus⸗ geführt? Derſchau war es geweſen, welcher mit Grumbkow zuſam⸗ men das erſte grauſame Verhör mit dem„Hauptmann Fritz“ vorgenommen und ohne Mitleid ihm die harten und drohenden Worte des Königs hinterbracht hatte. Derſchau war es geweſen, der am Abend in das Gefängniß des Kronprinzen eintrat, mit einem kalten Lächeln ihm das Licht auslöſchend, bei welchem der arme Gefangene eben las, und ohne ein einziges kleines Wort der Entſchuldigung nur geſagt hatte: nder König will es ſo haben! Der König hat es be⸗ fohlen!“
Damals hatte der„Hauptmann Fritz“ geweint vor Zorn und Schmerz, damals hatte er geſchworen, Rache zu nehmen an dieſem grauſamen Manne.
Ob der König jetzt deſſen gedenken wird, was der Hauptmann Fritz geſchworen?
Er ſtand jetzt dicht vor dem Oberſten. Sein klares Auge war


