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Königin an der andern Seite des Lagers, und mit ernſten wehmuth⸗ voollen Geſichtern ſchauten die Generale und Cavaliere, die Aerzte und Prieſter auf dieſe bleiche, geſpenſterhafte Weſen da hin, welches eben noch ein König war, und jetzt ſchon— ein Nichts iſt!
Aber nein, Friedrich Wilhelm war noch nicht geſtorben, der Athem, welcher geſtockt, kehrte noch einmal in ſeine Bruſt zurück. Der König ſchlug die Augen noch einmal empor und ſie waren wieder groß, geiſtvoll, gebieteriſch. Er befahl, ihm einen Spiegel zu geben und betrachtete ſich lange mit aufmerkſamen, forſchenden Blicken.
Ich ſehe nicht ſo hinfällig aus, als ich glaubte! ſagte er mit dem letzten Aufflackern menſchlicher Eitelkeit. Fühlen Sie meinen Puls, Doctor, und ſagen Sie mir, wie lange ich noch zu leben habe.
Ew. Majeſtät will es wiſſen?
Ich befehle es!
Nun denn, Majeſtät, ſagte Ellert feierlich, Sie ſind im Begriffe zu ſterben!
Kein Zug in dem Geſichte des Königs veränderte ſich. Wovon weiß Er das? fragte er ruhig.
2 Ihrem Puls, Sire, welcher ſchon zu ſtocken beginnt.
Der König hob den Arm in die Höhe und bewegte die Hand hin und her. Nicht doch, ſagte er, wenn mein Puls ſchon ſtockte, würde ich nicht die Hand bewegen können, wenn—
Plötzlich verſtummte er und ein gellender Schrei rang ſich aus ſeiner Bruſt hervor. Der erhobene Arm ſank ſchwer und geräuſchvoll nieder, als ob der Tod ſeinen Schlagbaum niederlaſſe auf dem Lebens⸗ pfade des Königs.
Jeſus, Jeſus! ächzte der König. Ich lebe und ſterbe in Dir! Du biſt meine Zuverſicht, Du—
Auch das letzte, angſtvolle Gebet erſtarb auf ſeinen erſtarrenden Lippen. Der Geiſt war entflohen, was da noch ſtöhnte und ächzte, das war nicht mehr ein Menſch, nicht mehr ein denkendes, empfinden⸗ des Weſen, das war nur noch ein gefühlloſer, thieriſcher Körper, der
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