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Ich befehle, daß man mir ſagt, was da vorgeht, rief der König, indem er mühſam verſuchte, ſich aufzurichten.
Der Ober⸗Hofmeiſter trat vor. Ew. Majeſtät, draußen ſtehen zwei Soldaten, welche im Corridor die Wache hatten. Sie behaupten Beide, daß eben eine lange, weiße Geſtalt mit verſchleiertem Antlitz und ſchwarzen Handſchuhen langſam an ihnen vorüber, den Corridor entlang, hierher gegangen ſei. Da ſie glaubten, daß irgend Jemand ſich in einer unziemlichen Vermummung Ew. Majeſtät hier nahen wolle, folgten ſie der Erſcheinung und ſahen ſie eben in den Saal hier treten. Deshalb kamen ſie herbeigerannt, um ſie aufzuhalten, aber Ew. Majeſtät ſehen wohl, daß Niemand hier iſt.
Die weiße Frau! murmelte der König entſetzt, indem er ganz kraftlos, ganz zerbrochen in den Sarg zurück ſank. Die weiße Frau, ganz verſchleiert und mit ſchwarzen Handſchuhen, das bedeutet meinen nahen Tod!
Die weiße Fraul flüſterten die Hofleute erſchauernd und unwill⸗ kürlich von der Thür zurückweichend, durch welche die unheilsvolle Erſcheinung in ihre Mitte getreten ſein ſollte.
Die Königin allein ſchwieg. Sie blickte mit einem ſeltſamen, forſchenden Ausdruck hinüber nach den ernſten Marmorgeſtalten der Churfürſten und ihre Seele war fernab bei dem geliebten Sohn Friedrich.
VII. Das Hoffräulein und der gärtner.
Es war ein köſtlicher Maientag. Der Flieder blühte, die Vögel ſangen und ſanft ſchaukelten ſich die Schwäne auf dem glatten Spiegel des von blühenden Waſſerlilien und duftigem Geſträuch umgebenen Teiches, der ſich inmitten des Kronprinzlichen Gartens in Rheinsberg


