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Allen genug gethan, dem König, indem er die Gerechtigkeit ſeines Zorns anerkannte, den Cavalieren, indem er ihre Geſinnung lobpries, machte ſich damit zugleich zum Herrn der Situation, aus welcher er nicht als ein geſcholtener und gedemüthigter Sohn, ſondern als der triumphirende Sieger aus einem heftigen Gefecht hervorging.
Mit leichtem, feſtem Schritt, mit ſtolz gehobenem Haupt ging er der Thür zu, während der König, trotz ſeines Zornes, eine Art Be⸗ ſchämung empfand und ſich innerlichſt nicht verhehlen konnte, daß er auch diesmal wieder gegen den Kronprinzen gefehlt habe.
Aber gerade dies Bewußtſein machte ihn noch heftiger und ſtachelte ſeinen Zorn noch höher auf. Er ſtieß einen wilden Fluch aus und ließ ſeine Blicke mit drohenden Blitzen auf den ſchweigenden, erblaßten, zitternden Cavalieren ruhen.
Heuchler und Augendiener ſind ſie Alle, murmelte er zwiſchen
den zuſammengepreßten Zähnen hervor, indem er langſam an ihnen vorüberſchritt. Haake, gieb mir Deinen Arm und führe mich in das andre Zimmer. Ich mag dieſe Menſchen nicht mehr ſehen!
Graf Haake ſtürzte herbei, und auf ſeinen Arm gelehnt wankte der König in das anſtoßende Gemach.
Als ſich die Thür hinter ihm geſchloſſen, ſchienen die zurück⸗ bleibenden Cavaliere aus ihrer Erſtarrung zu erwachen. Sie er⸗ hoben die geſenkten Häupter und ſahen einander an mit halb be⸗ ſchämten, halb zornigen Blicken. Sie waren geſcholten worden wie die Kinder und fühlten doch, daß ſie Männer waren.
Ihre Ehre hatte eine empfindliche Wunde erhalten, aber die Ehrfurcht vor dem König hinderte ſie doch, eine Genugthuung zu fordern. Wie das edle, aber ſeiner Freiheit beraubte Roß biſſen ſie in die Zügel, welche ihr Herr ihnen angelegt, und fühlten ſich von dieſem Zügel unterjocht und zum Gehorſam gezwungen.
Als Graf Haake kam, um den Herren im Namen des Königs zu befehlen, ſofort das Schloß zu verlaſſen, fanden ſie nicht den Muth, dieſer Aufforderung genug zu thun, ſondern machten den Grafen zu ihrem Abgeſandten, um den König in den ehrfurchtsvollſten und demüthigſten Worten um ſeine Verzeihung und ſeine Gnade zu
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