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denn es wäre eines Cavaliers durchaus unwürdig, ſeinen Freunden nur ſolche Schüſſeln vorzuſetzen, wie man ſie täglich in ſeinem eigenen Hauſe haben kann. Nein, wenn ich meine Freunde einlade, müſſen ſie alle Mal gewiß ſein, bei mir Dinge zu eſſen, welche ſie nirgends ſonſt bekommen können und die ihrem Gaumen wie nie gekoſtete BPBunder und Mährchen erſcheinen.
Da bin ich ganz Deiner Meinung, rief der König, deſſen Antlitz freudig erglänzte bei dem Gedanken an all' die Herrlichkeiten und köſtlichen Speiſen, welche der reiche Pöllnitz ſeinen Freunden vorſetzen würde. Höre einmal, zuweilen kannſt Du mir alsdann auch die herr⸗ liche Schinkenpaſtete machen laſſen, die ich einmal bei Grumbkow ge⸗ geſſen. Ach, das war in der That, wie Du ſagſt, ein nie geahntes Mährchen für meinen Gaumen und mein Koch mußte ſich ſogleich von Grumbkow's Koch das Recept dazu geben laſſen. Aber, was denkt Ihr, es bedurfte dazu dreier Flaſchen Champagner, in denen der Schinken drei Tage liegen mußte, und dreie ſchen Burgunder, in denen er ſchmoren ſollte. Da mußte ich denn die Abſicht aufge⸗ ben, mir eine ſolche Paſtete backen zu laſſen, und habe dem Grumb⸗ kow geſagt, daß ich, wenn ich einmal Luſt habe, wieder eine ſolche Paſtete zu eſſen, mich bei ihm zu Gaſt bitten werde*). Du kannſt mir alſo auch zuweilen eine ſolche Paſtete mach en kaſſen, denn ſie iſt wirklich ſchön.
Ich werde Eure Befehle erfüllen, Majeſtät, ſagte Pöllnitz ganz ernſthaft, indem er ſich verbeugte. Fahren wir zuerſt fort, mein Haus einzurichten, nachher wollen wir die Schinkenpaſteten anfertigen laſſen. Da wir von der Jagd geſprochen haben, ſo müſſen wir nun auch von den Pferden reden, denn ich werde von meinen Freunden nicht verlangen können, daß ſie zu Fuß auf die Jagd, zu Fuß zu meinen See gehen ſollen, in welchem wir fiſchen werden. Ich muß alſo für ſchöne und edle Pferde und für elegante Wagen Sorge tra⸗ gen, und da die Pferde ſich nicht allein putzen und zur Tränke führen
*) Thiébault II, pag. 89.


