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dem boshaften Kammerherrn einen Blick auf das blaſſe, von ver⸗ haltenem Zorn zuckende Antlitz des Herrn von Eckert zu werfen, um ſich zugleich zu neuer Luſtigkeit und neuem Scherze begeiſtert zu fühlen. Als der König mit Eckert von der Einrichtung ſeines neuen Hauſes ſprach, neigte Pöllnitz mit einem ſchadenfrohen Lächeln ſich
zu ſeinem Nachbar hin. Geſtehen Sie, Herr Graf, daß ich meine
Ungeſchicklichkeit wieder gut gemacht habe, ſagte er. Ich war es, der jenem heuchleriſchen Menſchen vorher durch meine unbeſonnene Wie⸗ derholung ſeiner Worte die Schenkung jenes Hauſes verſchaffte, aber ich habe ihm jetzt auch dafür ſein adeliges Wappen verſchafft, und ich wette, der Herr Geheimrath gäbe gern ſein Haus hin, könnte er dafür nur ſein Wappen wieder los werden.
Warum ſiehſt Du eben ſo ernſthaft aus, Pöllnitz? fragte in dieſem Moment der König über den Tiſch hin. Ich wette, Du
ärgerſt Dich, daß ich nicht Dir das hübſche Haus in der Jägerſtraße
geſchenkt habe.
Nicht doch, Majeſtät. Ich könnte jenes daus gar nicht gebrauchen, ſo hübſch es immer ſein mag.
Ach ja, Du haſt Recht, es wäre für Dich viel zu groß! ſagte Friedrich Wilhelm lachend.
Nein, Majeſtät, es wäre für mich viel zu klein, denn wenn ſich ein Cavalier meiner Art einmal entſchließt, ein Haus zu machen, ſo muß er es ſeinem Stande und ſeinem Range angemeſſen halten, und das koſtet viel Geld, leider ſehr viel mehr, als ich jemals beſeſſen habe. Freilich hatte ich ein Vermögen von ungefähr zwei Mal hun⸗ derttauſend Thalern, als mein Vater ſtarb, aber was ſollte ein Edel⸗ mann mit einer ſolchen Lumperei anfangen? Es war zu wenig, um davon anſtändig leben zu können, zu viel, um auf ſeine Armuth betteln zu können. Ich berechnete mir alſo, wie lange dieſe Summe genügen könnte, um davon einigermaßen anſtändig zu leben, und da ich fand, daß ſie bei einiger Sparſamkeit vielleicht vier Jahre ge⸗ nügen könnte, ſo habe ich denn vier Jahre wie ein nobler und frei⸗ gebiger Cavalier gelebt und das Glück gehabt, während dieſer vier Jahre die zärtlichſten Freunde und die treueſten Geliebten zu haben,
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