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weißen Anſtrich und nicht eine alte graue Steinfarbe, um es ausſehen zu machen wie eine alte Ritterburg. Der Eckert muß alſo auch einen neuen Anſtrich für ſein neues Adelshaus haben, ein funkelnagelneues Wappenſchild.
Ew. Majeſtät ſind da ganz meiner Meinung, rief Pöllnitz feierlich, und wie jedes adelige Geſchlecht in ſeinem Wappen irgend ein Zeichen und eine Erinnerung an die Thaten und Ereigniſſe trägt, durch welche es groß geworden, ſo muß auch das adelige Geſchlecht derer von Eckert ſolche Erinnerungszeichen in ſeinem Wappen haben. Ich ſchlage alſo vor, dieſes Wappen in vier Felder zu theilen. Das erſte Feld zeigt auf ſilbernem Grund einen ſchwarzen Rauchfang, womit wir zugleich die preußiſchen Farben angedeutet haben. Das zweite Feld iſt blau mit einer goldenen Kufe darin, in Bezug auf Eckerts großes Bierbrauertalent; das dritte Feld iſt grün mit einem goldenen Faſan in der Mitte, als Hindeutung auf Eckerts früheres Geſchäft als Faſanenwärter in Braunſchweig, und das vierte Feld zeigt auf rothem Grunde einen Hahn und ein Meſſer, zur Erinnerung
an jene ſchöne Zeit, wo der Herr Geheime Finanzrath von Eckert in
Baireuth Kapaunen machte und ſie mäſtete.
Ein ſchallendes Gelächter des ganzen Tabackscollegiums belohnte den Herrn von Pöllnitz für ſeinen Vorſchlag, der übrigens dem Könige ſo wohlgefiel, daß er alles Ernſtes beſchloß, ihn anzunehmen und dem Hauſe in der Jägerſtraße über der Thür ein Wappenſchild mit den von Pöllnitz vorgeſchlagenen Emblemen zu geben*).
Die Heiterkeit der Herren vom Tabackscollegium nahm nun einen feurigen, energiſcheren Ausdruck an, und Jeder war bemüht, durch derbe Scherze die Laune des Königs immer auf's Neue anzu⸗ fachen, ihn immer neuen Stoff zum Lachen und zur Luſtigkeit zu geben. Der Heiterſte von Allen aber war der Oberkammerherr von Pöllnitz; ſeine Scherze ſprudelten wie ein friſcher Quell von ſeinen Lippen und wenn ſie einmal zu verſiegen drohten, ſo genügte es
*) Pöllnitz II, pag. 342.


