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alten Rechnungen noch nicht bezahlten, ich gerne bereit bin Ihnen einige Flaſchen aus meinem Keller zu ſenden, damit Ew. Gnaden auf meine Geſundheit trinken können. 4
Das werde ich thun, ſagte Pöllnitz freundlich. Ja, auf Ihre lange und dauernde Geſundheit werde ich trinken, denn je länger Sie leben, deſto mehr Zeit haben Ihre Ahnen, auch ein wenig zu wachſen und ſich zu mehren, und da Sie, wie es ſcheint, nicht dazu beſtimmt ſind, der Stammbaum eines kommenden Geſchlechtes zu werden, ſo müſſen Sie Sich wenigſtens bemühen, der Stammvater Ihrer Ahnen und der Vater Ihrer Väter zu werden. Sie erzeugen Ahnen, wie Andere Kinder und wenn ich nicht irre, beſitzen Sie jetzt deren drei. Das iſt aber für einen reichen und vornehmen Mann ſehr wenig. Ich werde alſo auf Ihre Geſundheit trinken, damit Sie noch viele Ahnen erzeugen können, und ich ſchlage Ew. Majeſtät vor, ihm für jeden vom Rauch befreiten Kamin einen Ahnherrn zu ſchenken.
Ruhig, ruhig, Pöllnitz! rief der König lachend. Laß Deine Bosheiten und hört mir einmal ernſthaft zu. Ich habe dem Eckert das neue Haus geſchenkt, und da ich ihm den Adelstitel verliehen, iſt es auch ziemlich, daß wir ein adeliges Wappen über ſeiner Thür an⸗ bringen. Meine Herren, laßt uns alſo überlegen, wie das Wappen des Herrn von Eckert zuſammengeſetzt ſein ſoll. Jeder von Euch ſoll mir der Reihe nach ſeine Meinung ſagen. Ihr, Herr Herzog, fangt an.
Mit ſehr ernſthaften und ſehr gelehrten Mienen begannen jetzt die Herren über das Wappenſchild des Herrn von Eckert zu berathen, und Jeder, die Gunſt, in welcher Eckert beim Könige ſtand, berück⸗ ſichtigend, war bemüht, ein möglichſt prächtiges und ſchönes Wappen⸗ ſchild vorzuſchlagen. Aber dem König gefielen dieſe ernſten und ge⸗ lehrten Wappenſchilde, welche man vorſchlug, gar nicht; es wider⸗ ſtrebte ihm, dem neugeſchaffenen Baron ein Wappen zu geben, das eines altadeligen Hauſes würdig geweſen, und das ihn in eine Linie ſtellte mit den älteſten Reichsfreiherren und Baronen.
Wenn ich ein Haus bauen laſſe, ſagte er kopfſchüttelnd, ſo will
ich, daß man ſehe, daß es neu iſt, ich gebe ihm daher einen hübſchen
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