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Fuchtel den Fiedelbogen und den Taktirſtock in der Hand hält, kann nimmermehr ein guter General ſein und werden.
Doch war bei der letzten Parade das Regiment des Kronprinzen das ſchönſte und geſchickteſte, ſagte der Herzog von Holſtein.
Der König warf ihm einen mißtrauiſchen Blick zu und murrte einige Worte vor ſich hin, die Niemand verſtand.
Er liebte es nicht, wenn man ihm gegenüber den Kronprinzen vertheidigte, und jedes Lob deſſelben machte ihm denjenigen, welcher daſſelbe äußerte, verdächtig.
Ew. Majeſtät vergeſſen, daß wir hier im Tabackscollegium und nicht im Staatsrath ſitzen, ſagte Pöllnitz mit ſchmeichleriſcher Stimme.
Wenn Ew. Majeſtät ſich ärgern wollen, war's nicht nöthig, die
Pfeife anzuzünden und den Bierkrug zu füllen, denn die Pfeife geht aus, weil Sie nicht rauchen und das Bier verſchäumt, weil Sie nicht trinken.
Es iſt wahr, ſagte der König, und indem er den Bierkrug erhob, fuhr er fort: Ich trinke das Glas auf das Wohl deſſen, der zuerſt ſein Haſenherz überwand und es wagte zu mir einzutreten. Wer war's doch? Ich hab's vergeſſen!
Es war der Geheimerath von Eckert, Majeſtät! ſagte Graf Hake mit einem ironiſchen Lächeln, während Eckert ſich lächelnd verneigte.
Und er ging in das Zimmer, als ob es zu einer Schlacht ginge, rief Herr von Pöllnitz lachend. Er nahm im Geiſte Abſchied von all ſeinen ſchönen Brauereien und kunſtvollen, nie rauchenden Kaminen, die er gebaut, Abſchied auch von den Börſen der Städte, die er noch nicht mit königlichen Commiſſarien verſehen, um ſie von ihren Reich⸗ thümern zu befreien, Abſchied von ſeinem Orden der Großmuth und ſeinen eigenen Geldſäcken und mit einer Thräne im Auge ausrufend: „Ich verdanke dem Könige Alles was ich bin, es iſt daher natürlich, daß ich ihm auch meinen Rücken und mein Leben zur Verfügung ſtelle,“ marſchirte er todtesmuthig in das königliche Gemach.
Wirklich, that er das? Sagte er das? rief der König. Das gefällt mir von Dir, Eckert, und ich werde Dich dafür belohnen.
Friedrich der Große. I. 2


