kelnden Brillanten freute. Der Himmel mit all ſeinen Sternen hat ſich auf Sie herniedergeſenkt und Ihr Antlitz ſtrahlt daraus hervor wie die ſchönſte Sonne.
Schmeichlerin! ſagte die Königin lächelnd. Wenn Dein Vater Dich hörte, würde er zürnen, denn wie willſt Du ihn beézeichnen, wenn Du mich ſchon die Sonne nennſt?
Nun, er iſt Phöbos, welcher die Sonne lenkt und mit ſeinen goldſtrahlenden Roſſen ihr ihre Bahnen bezeichnet!
Du haſt Recht! ſeufzte die Königin. Er ſchreibt ihr ſeine Bahnen vor und was Er will, das muß ſie thun. Arme Sonne, arme Kö⸗ nigin, welche nicht einmal das Recht hat, ihre Strahlen zu ſenden, wohin ſie will!
Welche ſich indeſſen doch das Recht nimmt, gnädigſte Mama, rief Amalie lachend, indem ſie auf das funkelnde Diadem von Brillanten deutete. Denn ich vermuthe ſehr, daß unſer gnädigſter König und Vater gerade nicht befohlen hat, daß Ihro Majeſtät in ſo glänzender Pracht erſcheine!
Ob er's befohlen hat! rief die Königin erbebend. Er würde in raſenden Zorn gerathen, wenn er mich ſehen könnte, denn Ihr wißt wohl, wie ſehr er das eitle Gepränge und den Putz verachtet!
Er würde ſogleich überlegen, daß ſich mindeſtens eine ganze Straße von dieſem Diadem bauen ließe, daß man wenigſtens zehn Rieſen für die Garde für dieſes Collier kaufen könnte, ſagte Amalie, und indem ſie ſich an ihre Schweſter wandte, welche ſchweigend in die Fenſterniſche ſich zurückgezogen, fuhr ſie fort: und Du, Ulrrike, Du ſagſt gar nichts? Hat Dich der Glanz Ihrer Majeſtät ganz und gar verblendet und der Sprache beraubt, oder denkſt Du daran, wen Du heute Abend zum Tanze auffordern willſt?
Nicht doch, ſagte Prinzeß Ulrike ernſt, ich dachte darüber nach, daß, wenn ich einſt Königin ſein würde, ich es meinem Gemahl zur Bedingung machen würde, daß er mir vollkommen freie Wahl über meine Toilette laſſen müſſe und mir niemals wehren dürfe, Brillanten zu tragen. Denn, wenn ich Königin bin, will ich alle Tage Brillan⸗
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