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in ſpaniſchen Dienſten, Rittmeiſter in der Armee des verſtorbenen Kaiſers, Kämmerer des Papſtes, Kammer⸗ herr des Herzogs von Braunſchweig, Fähndrich in Dienſten des Herzogs von Weimar, Kammerherr in Dienſten Unſeres Höchſtſeligen Vaters, hochbeglückten Andenkens; endlich und zuletzt Ober⸗Ceremonienmeiſter in Unſern Dienſten, da er ſich von dem Strom der eehrenvollſten Militärwürden und der höchſten Hofbe⸗
ddienungen, die nach und nach über ſeine Perſon aus⸗ geſchüttet worden, ganz überſchwemmt geſehen, dadurch dder Welt müde geworden, und verführt durch das
ſchlechte Beiſpiel des Kammerherrn Montaulieu, der kurz vor ihm aus dem Hofdienſt gelaufen, bei Uns, nämlich beſagter Baron von Pöllnitz, nachgeſucht und unterthänigſt gebeten, ihm zur Aufrechthaltung ſeines guten Rufs und Namens, einen ehrlichen Abſchted in Guaden zu ertheilen. 3 3
Da Wir, mit Berückſichtigung ſeiner Bitte, es nicht für gut finden, ſeiner guten Aufführung das Zeugniß zu verſagen, um das er gebeten hat, wegen der höchſt wichtigen Dienſte, welche er Unſerem königlichen Hofe durch ſeine Späße und Schwänke geleiſtet, und des
Zeitvertreibs, welchen er neun Jahre lang Unſerem
Höchſtſeligen Herrn Vater bereitet hat; ſo nehmen Wir keinen Anſtand, zu erklären: daß während der ganzen Zeit, die er in Unſeren Dienſten geſtanden, er weder Straßenräuber, noch Beutelſchneider und Giftmiſcher geweſen; daß er weder Jungfern geraubt, noch ihnen Gewalt angethan, noch die Ehre irgend Jemandes gröb⸗ lich verletzt, ſondern ſich ſtets wie ein galanter Mann, ſeiner Abkunft gemäß, betragen, und ſtets von den Gaben, welche ihm der Himmel verliehen, einen geziemenden Gebrauch gemacht hat; nämlich den Zweck zu erreichen, der bei der Schaubühne zum Grunde liegt, und der
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