darin beſteht: das Lächerliche der Menſchen auf 8 luſtige und gefällige Art darzuſtellen, um ſolche daduau zu beſſern.* Eben ſo hat er den Rath des Bachus, in Anſehung der Mäßigkeit und Enthaltſamkeit ſtets. ſehr treulich 3 befolgt und die chriſtliche Liebe ſo weit getrieben, daß
1 er den Bauern die Vorſchrift des Evangeliums: geben
iſt ſeliger als nehmen, ſtets überlaſſen hat. Er weiß 4 noch ganz genau die Anekdoten von Unſern Schlöſſern 9. und Luſtörtern, beſonders aber hat er ein vollſtändig 1 Verzeichniß Unſers alten Hausgeräths ſich tief ins Gei dächtniß eingeprägt; übrigens verſtand er es, ſich bei Denen angenehm und brauchbar zu machen, welche die Bosheit ſeines Geiſtes und ſeinen Mangel an gutem Herzen kannten.
Ferner geben Wir auch dem beſagten Baron das Zeugniß, daß er Uns nie zum Zorn gereizt, als nur, wenn er durch ſeine Unverſchämtheit alle Grenzen der
Ehrfurcht überſchreitend, auf eine unwürdige und un⸗ erträgliche Weiſe die Aſche Unſerer glorreichen Vor⸗ fahren zu entweihen und zi entehren ſuchte.
Da man aber in den ſchönſten Gegenden unfrucht⸗ bare und wüſte Stellen findet, die ſchönſten Körper ihre Unförmlichkeiten haben und die Gemälde der 4 größten Maler nicht ohne Fehler ſind, ſo wollen Wir mehrgedachtem Baron ſeine Gebrechen und Fehler zu
Gute halten, und ertheilen ihm, obgleich ungern, den nachgeſuchten Abſchied, und wollen übrigens das ihm anvertraute Amt gänzlich aufheben und abſchaffen, um dadurch das Andenken daran unter den Menſchen gänzlich zu vertilgen, dafürhaltend, daß nach beſagtem Baron kein Menſch würdig ſei, es ferner zu bekleiden.
Friedrich.
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