— 227
wandten Beide ſich um. Laura kehrte in den Neben⸗ ſaal zurück, wo der Graf Voß ſie erwartete.
Kommen Sie, mein Gemahl, ſagte ſie. Ich bin bereit, Ihnen zu folgen, und ſein Sie gewiß, daß ich Ihnen immer eine treue und ergebene Gattin ſein werde.
Mein Bruder, ſagte der Prinz Auguſt Wilhelm, dem König die Hand darreichend, ich ſträube mich nicht mehr. Treffen Sie immerhin Ihre Vorbereitun⸗
gen. Ich werde mich, wie Sie es wünſchen, der
Prinzeſſin von Braunſchweig vermählen.
XVIII. Der Abſchied des Herrn von Pöllnitz.
Am Morgen nach dem Balle trat der Baron von Pöllnitz in das Kabinet des Königs ein. Sein Ge⸗ ſicht war verlegen und niedergeſchlagen, und es ge⸗ ſchah ihm, was ihm noch niemals geſchehen war, er konnte keine Worte finden für das, war er zu ſagen hatte.
Des Königs blitzende Augen ruhten mit einem ver⸗ achtungsvollen und ironiſchen Ausdruck auf ihm.
Pöllnitz, ſagte er, Er iſt im Begriff, glaube ich,
mich zu Seinem Beichtvater zu machen, und mir ir⸗
gend eine Sünde zu beichten. Sein Geſicht hat ganz und gar eine arme Sünder⸗Phyſionomie. 8
Majeſtät, ich würde nichts dawider haben, ein Sünder zu ſein, wenn ich nur nicht Hwitklic auch


