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es iſt ein fürchterliches Opfer, das Sie von mir for⸗ dern! Ich ſoll mich vermählen ohne Liebe, und indem ich es thue, wird mich der Prinz der Treuloſigkeit und der Verrätherei anklagen, und ich werde es ſchweigend dulden müſſen!
Aber ich werde nicht ſchweigen, ſagte die Königin. Ich werde ihm von Ihren Schmerzen und von Ihrer Seelengröße erzählen, und wenn er aufhören muß, Sie als ſeine Geliebte zu lieben, wird er Sie doch verehren können, als den Schutzengel ſeines eigenen Daſeins!
Sie verſprechen mir das? Sie wollen ihm ſagen, daß ich nicht treulos war? Daß ich mich ihm nur entzog, weil ich ihn mehr liebte, als mich ſelbſt.? Nur treulos ward, weil ich ſein Glück erſtrebte? 3
Ich verſpreche Ihnen das, Laura!.
Nun denn, ſo beuge ich mein Haupt unter das Joch und nehme mein Schickſal an. Ich werde die Hand annehmen, welche der Graf Voß mir bietet, und ich verlaſſe Sie, um zur Königin⸗Mutter zu gehen, und ihr zu ſagen, daß ich mich Ihrem Willen fügen, und die Gemahlin des Grafen Voß werden will!
Und ich werde Sie zur Königin und zum Altar begleiten, ſagte der König, indem er die Portiére zu⸗ rückſchlug und zu den Damen eintrat, welche in athem⸗ loſem Staunen ihn anſtarrten.— Der König näherte ſich Laura, und ſich tief vor ihr neigend, ſagte er: wahrlich, mein Bruder iſt zu beklagen, daß er nur ein Prinz iſt, und nicht ein freier Mann, der unbehindert ſeinem Herzen leben kann. Für eine armſelige Krone muß er die edelſten und heiligſten Güter, muß er ein edles Frauenherz und eine große Liebe hingeben. Und die Menſchen vermeinen noch, daß wir Großen der Erde zu beneiden ſind! Sie ſehen nur die Krone, aber


