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ihres Gewiſſens, wollte ſich zu dieſer ſanften, edlen Königin retten, welche ihr einſt für die Tage der Schmerzen und des Kummers ihren Troſt und ihre
HSülfe zugeſagt hatte. Sie war heute nicht im Dienſt,
und ihre Freiheit benutzend, war ſie daher hinaus⸗ geeilt nach Schönhauſen, um in die theilnehmende Bruſt
ihrer königlichen Freundin ihre Klagen und ihre Leiden auszuſtrömen.
„Eben als der Wagen des Hoffräuleins vor dem Schloßportal hielt, langte der König an der äußerſten Grenze des Gartens an. Er ließ den Wagen hier halten, befahl dem Kutſcher langſam den Weg zur Stadt auf⸗ und alhufahren. und trat dann allein und ungeſehen in den Garten ein.— Mit haſtigen Schrit⸗
ten durcheilte er den Park, und näherte ſich der kleinen
Seitenpforte des Schloſſes, durch welche man, wie er wußte, über einſame und unbewohnte Corridore zu den Zimmern der Königin gelangen konnte, und wel⸗ cher ſich ſeine Gemahlin zu bedienen pflegte, wenn ſie allein, und ohne die läſtige Hofbegleitung in dem Park ſich ergehen wollte.
Der König, welcher wünſchte, den läſtigen und verwunderten Blicken des Hofgeſindes auszuweichen und ſeine Gemahlin mit dem Fräulein von Pannewitz zu überraſchen, der König trat durch dieſe Seitenpforte in das Schloß ein, und gelangte, von Niemand geſehen in die Gemächer der Königin. Ueberzeugt, ſie in ihrem Boudoir zu treffen, wollte er ſich dorthin begeben, und war ſchon im Begriff die Portière aufzuheben, welche ihn von dem Boudoir trennte, als er in demſelben weibliche Stimmen vernahm, eine, welche klagte, und von Thränen erſtickt zu ſein ſchien, die andere, welche ſie zu tröſten und aufzurichten ſuchte,.
Der König ließ die ſchon erhobene Hand von der


