Teil eines Werkes 
1. Folge, Berlin und Sansouci oder: Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1855)
Entstehung
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Glück ſind alle dieſe Dinge nur Ausgeburten Seiner kranken Phantaſie, und ich werde Ihn nicht ſtrafen, ſondern curiren laſſen, wie es den Wahnwitzigen und den Narren gebührt. Ich werde Ihn in ein Irren⸗ haus ſperren laſſen, bis Er Vernunft genug hat, alle Seine Ausgaben, als Ausgeburten Seiner kranken Phantaſie zu erkennen, und ſie als tollſinnige Lügen abzuſchwören! Dem Gebeſſerten wird alsdann meine Verzeihung werden, dem Beharrenden nimmermehr!

So ſprechend klingelte der König, und an die beiden eintretenden Adjutanten ſich wendend, ſagte er: führen Sie dieſen Menſchen da hinaus, und übergeben Sie ihn dem nächſten Wachtpoſten, der ihn ſofort in das

Militair⸗Lazareth abzuliefern hat, wo man ihn in die

Abtheilung für Wahnſinnige aufnehmen ſoll. Niemand ſoll mit ihm ſprechen, und wenn er wieder mit ſeinen tollen und wahnwitzigen Reden beginnt, ſo ſoll man mir ſofort davon Nachricht geben! Gehen Sie!

Majeſtät, Gnade, Gnade! ſtammelte Fritz Wendel. Laſſen Sie mich nicht in ein Irrenhaus ſtecken! Ich will widerrufen, ich will glauben, daß alles dies nicht wahr iſt, daß ich nur geträumt habe, daß—

Der König winkte den Adjutanten, und ſie führten den weinenden, zitternden und in Thränen ausbrechen⸗ den Gärtner Fritz Wendel binaus, um ihn draußen der Wache zu übergeben.

Der König ſah ihnen mit einem tief traurigen Blicke nach. Und ſolcher Menſchen bedient ſich die Vorſehung, um die Schickſale ganzer Nationen zu len⸗ ken, ſagte er leiſe. Ein elender Gärtnerburſche und ein verbuhltes Hoffräulein ſind dazu auserſehen, die Dy⸗ naſtie der Hohenzollern vor einem Unheil zu bewahren, und den Kronprinzen von Preußen ſeines Glückes zu berauben. An wie feinen und leicht zerreißbaren Fäden

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