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vor dem Schloßthor, und Du wirſt mich nicht verge⸗ bens warten laſſen.
Nein, ich werde Dich nicht vergebens warten laſſen, flüſterte Laura, mit einem köſtlichen Lächeln, ihr er⸗ röthetes Antlitz an dem Buſen des Geliebten bergend.
Und Du, wirſt Du mich vergebens warten laſſen? fragte Fritz Wendel, indem er Louiſens Haupt von ſeiner Bruſt empor hob, und ihr feſt in das glühende, träumeriſche Antlitz ſchaute.
Nein, ich werde Dich nicht vergebens warten laſſen, ſagte Louiſe von Schwerin. Auch wir werden unſern Wagen haben, nur werden wir einige Stunden früher fahren als der Prinz und ſeine Laura. Auch wir werden nach Oranienburg fahren, und vor der Thür der Kirche werden wir den Prinzen erwarten. Wir werden ihm ſagen, daß wir ſein Geheimniß kannten, und es nicht verriethen. Wir werden ihm unſere Liebe geſtehen, Laura wird für uns bitten, und der Prediger wird ſtatt Eines Liebespaares, Zweie zu trauen haben. Dann werden wir vereint mit dem Prinzen und ſeiner Gemahlin weiter fliehen und ſie nach England begleiten, und wie der Prinz von dort aus den König, ſo werden wir meine Familie um Verzeihung anflehen. Oh, das iſt ein herrlicher, ein wundervoller Plan. Ich werde eine Flucht, eine Entführung, eine nächtliche Trauung, eine große Reiſe haben. Es wird ſein wie in dieſen köſtlichen Romanen, welche ich ſo gerne leſe, und phantaſtiſch und abenteuerlich wie dieſe, wird auch mein Leben ſein. Aber was iſt das? unterbrach ſie ſich ſelber. Hörteſt Du nichts? Mir war's, als hörte ich Geräuſch, als würde die äußere Thür des Treib⸗ hauſes geöffnet.
Still, ſtill, murmelte Fritz Wendel. Auch ich habe es gehört, laß uns alſo auf der Huth ſein.


