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öffnet ſtehen laſſen. Am nächſten Dienſtag, gerade heute über acht Tage, giebt der König einen Ball. Du wirſt ſchon zwei Tage vorher Dein Zimmer hüten, und ein bedeutendes Unwohlſein vorſchützen, welches für Dich eine hinlängliche Entſchuldigung iſt, die Kö⸗ nigin nicht zu dem Ball begleiten zu dürfen. Ich werde die Einladung annehmen, aber dennoch nicht erſcheinen, ſondern Dich vor dem Schloßthor von Monbijou erwarten. Um acht Uhr beginnt der Ball. Um neun Uhr verläßt Du Deine Zimmer und das Schloß, vor deſſen Thor ich Dich empfange. Hun⸗ dert Schritte davon ſteht der Wagen, der uns ſofort nach Oranienburg fährt. Vor der Dorfkirche halten wir ſtill. Dort finden wir ſchon den Prediger vor dem Altar, bereit uns den Segen zu ertheilen, und ſobald dies geſchehen, beſteigen wir den andern Wa⸗ gen, der uns ohne Aufenthalt von dannen trägt, bis wir Hamburg erreicht haben, wo ſchon ein vom eng⸗ liſchen Geſandten gemiethetes Schiff bereit liegt, wel⸗ ches uns aufnimmt, und uns nach England bringt. Du ſiehſt, Theuerſte, es iſt Alles wohl überlegt und geordnet, und nichts wird unſern Plan nun noch hin⸗ dern können, da wir Beide einig ſind. In acht Ta⸗ gen alſo, nicht wahr, meine Laura?
In acht Tagen, flüſterte ſie. Ich habe keinen Willen mehr, außer dem Deinen.
Bis dahin wollen wir uns weder ſehen, noch
ſprechen, ſagte der Prinz, damit nicht irgend ein un⸗
überlegtes Wort Verdacht errege, und damit die Späher⸗ augen, von denen wir Beide überall umgeben ſind, keinen Zuſammenhang finden zwiſchen Deinem und meinem Thun. Kein Wort, keine Botſchaft, kein Brief, kein Zeichen wird uns von einander Kunde geben, aber am nächſten Dienſtag ſchlag neun Uhr erwarte ich Dich


