Teil eines Werkes 
1. Folge, Berlin und Sansouci oder: Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1855)
Entstehung
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ſieht, daß unſere Verbindung unauflöslich geſchloſſen

iſt, wird er den nutzloſen Verſuch aufgeben müſſen,

ſie zerreißen zu wollen.

Aber er kann und wird Dich ſtrafen für Dein frevelhaftes Beginnen, er wird Dich der Thronfolge für verluſtig erklären, und um meinetwillen wirſt Du Deiner ſtolzen, glanzſtrahlenden Zukunft entſagen müſſen.

Mag dem ſo ſein, ſagte der Prinz lächelnd. Ich

. ſehne mich nicht nach der Krone, und um dieſen eitlen Flittertand irdiſcher Herrlichkeit iſt mir mein Glück und meine Liebe nicht feil. Ich habe vielleicht auch nicht die Kraft, das Talent und die Geiſtesſtärke ein Herr⸗ ſcher zu ſein, mir genügt es, in Deinem Herzen zu herrſchen, und ein König zu ſein im Reiche der⸗Liebe. Wenn ich mir alſo den unbeſtrittenen Beſitz meiner Geliebten dadurch erkaufen kann, daß ich dem Thron entſage, ſo werde ich das mit Freuden thun, und nicht das mindeſte Bedauern wird in mir ſein.

Aber wie werde ich, ein armes, unbedeutendes ſchwaches Mädchen, wie werde ich Dir erſetzen können, was Du um meinetwillen aufgiebſt? fragte Laura zagend.

Du wirſt mich lieben, und das iſt mehr als Er⸗ ſatz, das iſt Lohn. Jetzt darfſt Du nicht mehr zwei⸗ feln und zagen, jetzt muß Alles unter uns entſchieden und feſt ſein. Du kennſt unſern Zukunftsplan. Von meiner Seite ſind alle Vorkehrungen getroffen, thue Du nun auch Deinerſeits, was nöthig. Der Pre⸗ diger Hartwig in Oranienburg iſt es, der uns ver⸗ mählen wird. Dorthin ſende, was Du an den nö⸗ thigſten Kleidungsſtücken und Dingen bedarfſt, ſende es ohne ein Wort, eine Bemerkung hinzuzufügen. Der Prediger iſt durch mich im Voraus von dieſer Sendung unterrichtet, und er wird die Koffer uner⸗

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