Teil eines Werkes 
1. Folge, Berlin und Sansouci oder: Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1855)
Entstehung
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XV. Die Entdeckung.

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Sie ſaßen wieder vereint in dem ſtillen, ſüßduf⸗ tenden Blumenhaus, ſie ruhten wieder Herz an Herzen, nach langer Trennung ſchauten ſie ſich wieder in die von ſeligen Thränen verdunkelten Augen, und fragten ſich lächelnd und glückestrunken, ob das Alles nicht ein Traum ſei, ein köſtlicher, wonniger Traum?

Es war das erſte Mal ſeit ſeiner Rückkehr aus 4 Schleſien, daß der Prinz Auguſt Wilhelm ſeine Laura 1; allein und ohne Zeugen wiederſah, und ihr erzählen konnte von ſeiner Sehnſucht und ſeinen Schmerzen, das erſte Mal, daß ſie ihm die ſüßen und heiligen Bekenntniſſe ihrer Liebe ins Ohr flüſtern konnte, dieſe Bekenntniſſe, welche außer ihrem Geliebten Niemand hören ſollte, als Gott allein.

Aber da waren doch vier Ohren, welche Alles hörten, vier Augen, welche Alles ſahen, was in der Lorbeerlaube geſchah, da war Louiſe von Schwerin, und ihr Liebhaber, der ſchöne Fritz Wendel, welche in der Felsgrotte ſaßen, und Arm in Arm geſchmiegt, dem holden Geplauder des Prinzen und ſeiner Braut zuhörten.

Wie glücklich dieſe Beiden ſind! flüſterte Louiſe ſeufzend..— 3

Sind wir es nicht auch? fragte Fritz Wendel zärt⸗ lich, indem er ſeinen Arm feſter um ihre Geſtalt lehnte.. Lieben wir uns nicht eben ſo heiß, eben ſo leidenſchaftlich und rein, wie Jene dort..

Und doch würde wan für jene Beiden Thränen